Das Anti‑War Action Network hielt seine zweite Jahreskonferenz im Hauptquartier der Chicago Teachers Union in Chicago ab. Die Gewerkschaft stellte die Räumlichkeiten gegen Entgelt zur Verfügung und betonte, dass ihre Rolle lediglich die eines Vermieters sei.
Das Programm beinhaltete Redner und Teilnehmer, die als extremistisch beschrieben werden, wobei einige zu Gewalt gegen die Vereinigten Staaten und Israel aufriefen und ihre Unterstützung für Irans sogenannte „Achse des Widerstands" zum Ausdruck brachten.
Einer der Organisatoren, der Kommunikationsvorsitzende des Jacksonville Palestine Solidarity Network, forderte die Anwesenden auf, ihre Entschlossenheit zu stärken, und hoffte, sie würden die Konferenz bereit zum Kampf verlassen. Ein Mitglied der marxistisch‑leninistischen Workers World Party charakterisierte das Publikum als militärisch und entschlossen und sagte voraus, dass jeder zukünftige Wandel gewaltsam und turbulent sein werde.
Eine Break‑out‑Session und ein Podium waren dem Boykott‑Divestment‑Sanctions‑Programm (BDS) gegen Israel gewidmet. Den Teilnehmenden wurde zudem Literatur zum Marxismus und Kommunismus angeboten, darunter Werke von Karl Marx und Mao Zedong.
Beschilderungen und das Branding der Gewerkschaft wurden im gesamten Veranstaltungsort prominent angezeigt, und mehrere Redner äußerten ihre Unterstützung für die Chicago Teachers Union und deren Auftrag.
Weitere Redner bekundeten Solidarität mit Iran, Venezuela und Kuba, forderten die Freilassung verurteilter Terroristen und Diktatoren, und ein Teilnehmer zitierte den sowjetischen Führer Joseph Stalin zur Unterstützung von Lenins Haltung zu Befreiungsbewegungen. Ein anderer Teilnehmer sprach sich für die Übernahme Taiwans durch China aus, während ein weiterer Kommentar darauf hinwies, dass die wirksamsten Proteste oft jene seien, die außerhalb gesetzlicher Grenzen liegen.
Die Chicago Teachers Union reagierte nicht auf die Bitte um Stellungnahme zur Konferenz. Der Bericht stellt fest, dass die Gewerkschaft wegen ihrer Unterstützung des BDS, palästinensischen Terrorismus und angeblicher Verbindungen zu antisemitischen und anti‑amerikanischen Gruppen kritisiert wurde und schlussfolgert, dass die Konferenz die Bedenken hinsichtlich angeblicher extremistischer Verbindungen der Gewerkschaft nicht zerstreut habe.
