Waymo hat sein neuestes Robotaxi‑Modell nach einer kleinen Stadt in Kalifornien benannt, eine Entscheidung, die fällt, während US‑Abgeordnete die Verbindungen des Unternehmens zum chinesisch‑geführten Automobilhersteller Zeekr prüfen. Die Fahrzeuge werden von Zeekr gebaut, einer Tochtergesellschaft der Zhejiang Geely Holding Group, die vollständig im Besitz des chinesischen Konglomerats ist, das von Li Shufu geleitet wird.
Li Shufu, auch unter dem Namen Eric bekannt, sitzt im 14. Nationalen Ausschuss der Chinesischen Politischen Konsultativkonferenz (CPPCC), einem Gremium, das im Rahmen der United‑Front‑Strategie zwischen dem Politbüro der Kommunistischen Partei und verschiedenen Interessengruppen koordiniert. Er war bis 2023 Delegierter zum Nationalen Volkskongress und fungierte als Vizevorsitzender der All‑China Federation of Industry and Commerce, einer an die KPCh angebundenen Wirtschaftsorganisation, die die Belt‑and‑Road‑Initiative fördert.
Congressional questioning
Am Mittwoch fragte Senator Bernie Moreno aus Ohio Waymos Chief Safety Officer, ob das Unternehmen chinesisch hergestellte Fahrzeuge nutzt, die im Besitz chinesischer Firmen stehen. Mauricio Peña antwortete, dass die Ortungs‑Hardware in den Vereinigten Staaten hergestellt und an importierten Zeekr‑Autos angebracht wird, dass die chinesischen Fahrzeuge keine autonomen Funktionen besitzen und dass Waymo sein System im Inland installiert, ohne Daten weiterzugeben.
Senator Rick Scott aus Florida äußerte ebenfalls Bedenken und schrieb an SEC‑Vorsitzenden Gary Gensler, dass die NYSE‑Börsennotierung von Zeekr deren Status als Tochtergesellschaft eines chinesischen Konglomerats mit engen KPCh‑Verbindungen verschleiere. Er warnte vor möglicher Sklavenarbeit in Zeekrs Lieferkette und vor unvollständigen Angaben zu Parteiverbindungen in den SEC‑Einreichungen.
Company's security assurances
Waymo‑Sprecher Ethan Teicher erklärte, das Unternehmen verstehe die Sorgen der Senatoren und weise darauf hin, dass autonome Technologie chinesischen Ursprungs Daten sammeln oder aus der Ferne zugänglich sein könnte. Er erläuterte, dass Waymo die datensammelnde Software, die Sensoren und die Rechensysteme in den USA entwickelt und installiert und seine Abläufe so gestaltet, dass die Software, Sensoren und Rechen‑Hardware, die Daten erfassen, von Waymo in den Vereinigten Staaten hergestellt und eingebaut werden.
Die Umbenennung wird als Versuch gewertet, Waymo von seinem chinesischen Zulieferer zu distanzieren und Sicherheitsbedenken zu zerstreuen. US‑Regulierungsbehörden wie die National Highway Traffic Safety Administration und die Federal Motor Carrier Safety Administration legen Sicherheitsstandards für die Entwicklung und Erprobung autonomer Fahrzeuge fest. Wie sich die Namensänderung auf Waymos Beziehungen zu diesen Behörden auswirken wird, bleibt abzuwarten.
Broader implications
Der Vorfall spiegelt eine breitere Debatte über die chinesische Beteiligung an Schlüsseltechnologiesektoren wider. Im September 2024 stellten die Senatorinnen Marsha Blackburn und Gary Peters der Geely Holding Group sowie anderen chinesischen Automobilherstellern Fragen zu nationalen Sicherheitsrisiken, die sich aus KPCh‑Verbindungen ergeben, und warnten, dass Fahrzeugsensoren zur Sammlung persönlicher Daten oder zur Überwachung kritischer Infrastrukturen missbraucht werden könnten.
Kanadische Akteure könnten vor ähnlichen Dilemmata stehen, wenn sie ihre eigene Industrie für autonome Fahrzeuge aufbauen und dabei ausländische Investitionen gegen Sicherheitsaspekte abwägen.
