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Washington verbietet über 50 halbautomatische Gewehre, ein Schritt im wachsenden Kampf um Waffenregulierung

Washington hat ein Gesetz verabschiedet, das den Verkauf und die Einfuhr von über 50 halbautomatischen Gewehrmodellen verbietet und damit die bundesstaatliche Waffenregulierung vorantreibt.

Von Emily Brooks··
Washington verbietet über 50 halbautomatische Gewehre, ein Schritt im wachsenden Kampf um Waffenregulierung

Der Gesetzgeber von Washington hat einen Schritt zur Eindämmung der Waffengewalt unternommen und ein Gesetz verabschiedet, das den Verkauf, die Verteilung, Herstellung und Einfuhr von über 50 halbautomatischen Gewehrmodellen, insbesondere AR‑15s und AK‑47s, verbietet. Das Vorhaben soll voraussichtlich vom demokratischen Gouverneur Jay Inslee unterzeichnet werden, der warnte, dass der Staat "will not accept gun violence as normal".

Wie das Gesetz die Kammern durchlief

Der Gesetzentwurf entstand im Repräsentantenhaus, wo er mehrere Lesungen und Änderungen durchlief, bevor er zur Schlussabstimmung kam. Anschließend ging er weiter zum Senat, wo weitere Debatten und Änderungen stattfanden. Nachdem der Senat die überarbeitete Fassung gebilligt hatte, kehrte das Gesetz zurück ins Repräsentantenhaus zur Zustimmung. Das Repräsentantenhaus akzeptierte die Änderungen des Senats, und der kombinierte Text wurde dem Gouverneur Inslee zur Unterschrift vorgelegt.

Wesentliche Bestimmungen und Ausnahmen

Nach dem neuen Gesetz sind Verkäufe an Strafverfolgungsbehörden und das Militär ausgenommen, und Personen, die die verbotenen Gewehre bereits besitzen, dürfen sie behalten. Das Verbot reiht sich ein in ähnliche Gesetze, die bereits in neun anderen Bundesstaaten gelten, darunter Kalifornien, New York und Massachusetts.

Bundespolitischer Kontext und präsidentielle Unterstützung

Präsident Joe Biden hat seine Unterstützung für ein landesweites Verbot halbautomatischer Gewehre bekräftigt und erklärt: "we're going to ban assault weapons again, come hell or high water, and high‑capacity magazines." Das Weiße Haus hat zudem Solidarität mit drei demokratischen Abgeordneten aus Tennessee gezeigt, die nach einem Waffen‑Kontroll‑Protest, der die Sitzungen des Staatsparlaments störte, aus dem Haus verwiesen wurden.

Obwohl der zweite Verfassungszusatz ein Recht auf Waffenbesitz garantiert, ist dieses nicht uneingeschränkt. Der Kongress hat bereits den Gun Control Act von 1968 und den Brady Handgun Violence Prevention Act von 1993 erlassen, und das Urteil des Obersten Gerichtshofs in District of Columbia v. Heller bestätigte das individuelle Recht, Schusswaffen zu besitzen, etwa zu legalen Zwecken wie der Selbstverteidigung.

Republikanische Opposition

Die republikanische Staats Senatorin Lynda Wilson warnte, dass das Gesetz "clearly violates our state and federal constitutions, which is why it will end up in court immediately" und damit signalisiere, dass rechtliche Anfechtungen zu erwarten seien.

Ergänzende waffenpolitische Maßnahmen

In derselben Legislaturperiode verabschiedete Washington zwei weitere Gesetzentwürfe zur Verschärfung der Waffensicherheit. Der eine würde den Familien von Opfern waffenbezogener Gewalt erlauben, Hersteller oder Händler zu verklagen, die bei der Handhabung, Lagerung oder dem Verkauf von Schusswaffen nachlässig gehandelt haben. Der andere verlangt von künftigen Waffen­käufern einen Nachweis über eine Sicherheits­schulung und legt eine zehn­tägige Wartefrist für alle Käufe fest, wodurch die bereits für halbautomatische Gewehre geltende Wartezeit verlängert wird.

Breitere Auswirkungen

Das Gesetz verstärkt den wachsenden Trend zu waffenrechtlichen Initiativen auf Landesebene und könnte die nationale Debatte in den Vereinigten Staaten beeinflussen. Auch kanadische Beobachter könnten aufmerksam werden, da US‑Politikwechsel häufig über die Grenze hinauswirken und die Diskussionen über Kanadas eigene Waffenregelungen prägen.

Politisch könnte die Abstimmung Folgen für die Abgeordneten von Washington bei den kommenden Wahlen haben. Befürworter des Verbots könnten Kritik von Waffenrechts‑Befürwortern erhalten, während Gegner von Unterstützern der Waffen­kontrolle herausgefordert werden könnten, sodass das Thema ein möglicher Schlüssel für zukünftige Wahlkämpfe wird.