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USA weitet Untersuchung gegen UNRWA-Mitarbeiter aus und erwägt Terrororganisationseinstufung

Die USA haben die Untersuchung gegen UNRWA ausgeweitet und prüfen, die Agentur wegen mutmaßlicher Hamas‑Verbindungen als Terrororganisation zu sanktionieren.

Von Michael Turner··
USA weitet Untersuchung gegen UNRWA-Mitarbeiter aus und erwägt Terrororganisationseinstufung

Die Vereinigten Staaten haben ihre Untersuchung der United Nations Relief and Works Agency (UNRWA) ausgeweitet und zielen nun auf mindestens 1.500 Mitarbeitende, die verdächtigt werden, Verbindungen zu Hamas zu haben. Die Ermittlung wird vom Inspector General der US Agency for International Development (USAID) geleitet und in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium durchgeführt, um eine schwarze Liste zu erstellen, die betroffene Angestellte daran hindert, zu anderen Hilfsorganisationen des UN‑Systems zu wechseln.

Beweise für direkte Beteiligung

Ermittler geben an, Beweise dafür gefunden zu haben, dass mehrere UNRWA‑Mitarbeitende an dem von Hamas geführten Terroranschlag vom 7. Oktober beteiligt waren. Ein Schuldirektor wurde als Mitglied des Hamas‑Bataillons East Jabaliya identifiziert und vom Außenministerium offiziell gemeldet.

Offizielle Kommentare

Ein hochrangiger Beamter des Außenministeriums, der anonym bleiben wollte, sagte, die Ergebnisse „bestätigen, dass die Fälle des USAID‑Inspector‑General die offensichtliche Mutter‑Tochter‑Beziehung zwischen UNRWA und Hamas im Gazastreifen untermauern." Dieselbe Quelle fügte hinzu: „Wäre UNRWA keine UN‑Organisation, würde sie unbestreitbar Terrorismus‑Sanktionen ausgesetzt sein, basierend auf den Erkenntnissen des USAID‑Inspector‑General."

Mögliche Strafmaßnahmen

Berichten zufolge erwägt die Trump‑Administration zwei wesentliche Maßnahmen. Erstens könnte sie die diplomatische Immunität von UNRWA nach US‑Recht aufheben, wodurch die Agentur für Klagen von Terroropfern anfällig würde. Zweitens prüfen Beamte, UNRWA vollständig als ausländische Terrororganisation (FTO) zu einstufen, ein Schritt, der Sanktionen des Finanzministeriums auslösen und die Schließung der Agentur erzwingen könnte.

Drei hochrangige Beamte aus der Trump‑Ära sowie weitere Kongressquellen bestätigten, dass die Administration diese Optionen aktiv diskutiert.

Politischer Druck

Republikanische Gesetzgeber haben lautstark harte Maßnahmen gefordert. Senator Tom Cotton (R‑Ark.) und Abgeordneter Mike Lawler (R‑N.Y.) fordern die vollständige Auflösung von UNRWA und berufen sich dabei auf die Ergebnisse des USAID‑Inspector‑General. Auch die Senatoren Ted Cruz (R‑Texas) und Bill Hagerty (R‑Tenn.) haben ihre Unterstützung für eine FTO‑Einstufung zum Ausdruck gebracht, insbesondere nach der angeblichen Weigerung der Agentur, bei der Untersuchung zu kooperieren.

Richard Goldberg, Senior Adviser bei der Foundation for Defense of Democracies, wies darauf hin, dass bestehende Rechtsmechanismen dem Präsidenten erlauben würden, Terrorismus‑Sanktionen gegen UNRWA zu verhängen, wenn er dies beschließt.

Rechtlicher Hintergrund

Das Justizministerium hält fest, dass UNRWA keinerlei besondere Privilegien oder Immunität genießt, sodass das Finanzministerium Sanktionen ohne weitere Hürden verhängen könnte. Derartige Sanktionen würden der Agentur wahrscheinlich ihre diplomatischen Schutzrechte entziehen und sie zivilrechtlichen Klagen von Terroropfern aussetzen.

Auswirkungen auf das UN‑System

Die Einstufung von UNRWA als FTO hätte weitreichende Folgen. Neben dem Verlust der diplomatischen Immunität und der Gefahr von Klagen könnte dieser Schritt die Beziehungen zwischen den Vereinten Nationen und den Vereinigten Staaten belasten und die Hilfslieferungen nach Gaza beeinträchtigen.

Die Administration präsentiert die geplanten Maßnahmen als Teil einer umfassenderen Initiative, Terrororganisationen und deren Unterstützer zu bekämpfen. Ein Analyst bezeichnete den Schritt als „einen bedeutenden Fortschritt in den US‑Bestrebungen, den Terrorismus zu bekämpfen und ihre Interessen in der Region zu schützen."

Die Untersuchung ist weiterhin im Gange, und das endgültige Ergebnis für UNRWA, ob Sanktionen, rechtliche Schritte oder eine erzwungene Schließung, bleibt ungewiss.