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US-Universitätsfonds im Zusammenhang mit Hillhouse‑Kauf von WuXi AppTec lösen Sicherheits‑ und Menschenrechtsalarm aus

Der Erwerb von WuXi AppTec durch den chinesischen Investor Hillhouse hat US-Universitätsfonds ins Visier genommen und löst Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Menschenrechten aus.

Von Michael Turner··
US-Universitätsfonds im Zusammenhang mit Hillhouse‑Kauf von WuXi AppTec lösen Sicherheits‑ und Menschenrechtsalarm aus

Als Hillhouse Investment Management den in China ansässigen klinischen Forschungsteil von WuXi AppTec erwarb, zog die Transaktion sofort die Aufmerksamkeit von US‑Abgeordneten und Menschenrechtsorganisationen auf sich. Der Kauf wird als Kanal gesehen, über den amerikanische Universitätsfonds ein Unternehmen unterstützen, dem vorgeworfen wird, mit der Volksbefreiungsarmee zusammenzuarbeiten und die Unterdrückung der uigurischen Muslime durch den chinesischen Staat zu erleichtern.

Universitätsgelder und die Verbindung zwischen Hillhouse und WuXi

Die Yale University investierte 2005 zunächst 20 Millionen US‑Dollar in Hillhouse und meldet heute eine Rendite von 2 Milliarden US‑Dollar aus diesem Anteil. Die Stanford University hat 200 Millionen US‑Dollar beigesteuert, während die Princeton University einen nicht genannten Betrag aus ihrem 36,4 Milliarden‑Dollar‑Endowment investiert hat. Weitere im Bericht genannte Geldgeber sind die Ford Foundation, die Pritzker Foundation und die Metropolitan Opera, die ihre Beteiligung im September 2021 zurückzog.

Der Gründer von Hillhouse, Lei Zhang, begann seine Laufbahn als Praktikant beim inzwischen verstorbenen Chief Investment Officer der Yale University, David Swensen, und wird zudem als Geschäftspartner von Hunter Biden, dem Sohn von Präsident Joe Biden, bezeichnet.

Vorwürfe gegen WuXi AppTec

WuXi AppTec wird beschuldigt, in Zusammenarbeit mit der Volksbefreiungsarmee genetische Testzentren zu betreiben, die es Peking ermöglichen, uigurische Muslime in Xinjiang zu identifizieren und zu segregieren. Der ehemalige Kongressabgeordnete Mike Gallagher (R‑Wis.) warnte, dass diese Praxis „ein zentrales Element des Völkermords der KPCh in der Region" sei. Geheimdienstmitarbeiter behaupten zudem, WuXi habe US‑Geistiges Eigentum ohne Zustimmung an Peking übergeben.

Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück und erklärt, die Anschuldigungen seien „ungenau oder unbegründet".

Reaktion des Kongresses

Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson (R‑La.), forderte ein Ende jeglicher Finanzierung, die „Investitionen, die die Aggression des kommunistischen Chinas unterstützen, müssen beendet werden". Der Abgeordnete Greg Murphy (R‑N.C.) hat den „Protecting Endowments From Our Adversaries Act" eingebracht, der hohe Steuern auf jeden Teil eines Hochschul‑ oder Universitätsendowments auferlegen würde, der in chinesische Unternehmen investiert ist.

Gesetzgeber argumentieren, dass der Zufluss von US‑Universitätskapital zu Hillhouse indirekt das chinesische Militär und die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang unterstützen könnte, wo seit 2017 schätzungsweise eine Million Uiguren in Umerziehungslagern festgehalten, Zwangsarbeit, Sterilisation und weitere Gräueltaten ausgesetzt sind. Die Vereinigten Staaten erklärten 2021 die Behandlung der Uiguren durch Peking zum Völkermord.

Institutionelles Schweigen und nächste Schritte

Keine der im Bericht genannten Universitäten reagierte auf Anfragen nach Kommentaren. Die Metropolitan Opera bestätigte, dass sie ihre Beteiligung 2021 zurückgezogen habe. Während die Debatte weitergeht, bleibt die Hillhouse‑WuXi-Transaktion ein Brennpunkt in der breiteren Diskussion über die Rolle US‑akademischer Endowments bei China‑bezogenen Unternehmungen und die möglichen sicherheitspolitischen Folgen für die Vereinigten Staaten.