Bei einer Pressekonferenz am Donnerstagmorgen im Pentagon richtete US Secretary of War Pete Hegseth eine deutliche Warnung an die iranische Regierung. Er bezeichnete das Regime als „Piraten und Terroristen" und erklärte, die neu verhängte Blockade im Persischen Golf „so lange wie nötig" aufrechtzuerhalten.
Details zur Blockade und wirtschaftliche Auswirkungen
Die Blockade, die drei Tage vor der Konferenz begann, soll Irans illegale Ölexporte an Gegner wie China ersticken. Der ehemalige Beamte des Finanzministeriums Miad Maleki schätzte, dass die Beschränkungen Iran etwa 435 Millionen Dollar pro Tag kosten könnten, was monatlich rund 13 Milliarden Dollar an kombinierten Verlusten bei Importen und Exporten entspricht.
Militärische Durchsetzung
Der Vorsitzende des Joint Chiefs of Staff, General Dan Caine, sprach gemeinsam mit Hegseth und erklärte, dass US-Streitkräfte bereits 13 Schiffe zurückgewiesen hätten, die die Sperrzone ansteuerten. Er bemerkte, dass die Schiffe den Kurs umkehrten und bezeichnete diese Entscheidung als „die kluge Wahl". Die Blockade gilt für jedes Schiff, das zu oder von iranischen Häfen fährt, erstreckt sich jedoch nicht auf die Straße von Hormus selbst, sodass Schiffe, die den Golf lediglich durchqueren, ohne einen iranischen Hafen anzulaufen, passieren dürfen.
Laut General Caine haben US-Streitkräfte bislang noch kein Schiff bestiegen, obwohl diese Möglichkeit besteht, falls Teheran versucht, die Linie zu durchbrechen. In den ersten zwei Stunden der Operation versuchten einige „Blockade-Umgehungsversuche", die Grenze zu überqueren, und wurden von einer Kombination aus Aufklärung, Überwachung, Aufklärung und taktischen Mitteln abgefangen. Zum Zeitpunkt der Pressekonferenz befanden sich noch 12 Schiffe innerhalb der Blockadelinie, während ein weiteres Schiff umkehrte, bevor es überhaupt einen Durchbruch versuchte.
Nachrichtendienst und mögliche Eskalation
Hegseth betonte, dass US-Geheimdienste die Versuche Irans, Raketenabschussrampen und andere militärische Ausrüstungen während des anhaltenden Waffenstillstands zu verlegen, genau beobachten. Er warnte, dass jeder iranische Versuch, die Blockade herauszufordern, mit einer heftigen Gegenreaktion beantwortet werde, einschließlich Luftangriffen auf Infrastruktur, Strom- und Energieanlagen.
Er fügte hinzu, die Vereinigten Staaten seien „mit mehr Kraft als je zuvor und besserer Aufklärung neu geladen", was die Bereitschaft signalisiere, den Druck bei Bedarf zu verstärken.
Politische Rhetorik und Medienkritik
Abgesehen von der strategischen Botschaft griff Hegseth die von ihm als „traditionelle Trump‑hassende Presse" bezeichnete Medienlandschaft an und beschuldigte sie, einen „endlosen Strom von Müll" zu veröffentlichen, der US‑Kriegsangehörige untergrabe. Er erinnerte an einen kürzlichen Gottesdienst, in dem Lesungen aus dem Markusevangelium ihn veranlassten, die Presse mit den Pharisäern zu vergleichen, die Jesu Heilungswerk ablehnten, und damit eine politisch motivierte Feindseligkeit gegenüber Präsident Trump andeuteten.
Er schloss mit dem Appell an Journalisten, die „Güte, den historischen Erfolg unserer Truppen, den Mut dieses Präsidenten und diesen historischen Moment" anzuerkennen.
Ausblick
Die Lage bleibt volatil, wobei die Blockade erheblichen Druck auf Irans Energiemarkt und damit indirekt auf die Finanzierung seines Atomprogramms ausüben dürfte. Sowohl Washington als auch Teheran scheinen für eine weitere Eskalation gerüstet zu sein, sodass der Persische Golf zum Brennpunkt internationaler Sicherheitsfragen wird.
