Die Leiter der UCLA David Geffen School of Medicine und der UCSF School of Medicine erklärten, dass sie Studierende nicht mehr verpflichten werden, die umstrittenen Diversity‑Equity‑Inclusion‑Kurse (DEI) zu absolvieren.
Die Entscheidung wurde am Dienstag bekannt gegeben, nachdem beide Dekane vor dem House Committee on Education and the Workforce ausgesagt hatten, das von Abgeordnetem Tim Walberg aus Michigan geleitet wird. Der Ausschuss bezeichnete die Kurse als Propaganda, die keine kompetenten Ärztinnen und Ärzte ausbilde, und argumentierte, sie setzten linke Aktivismus‑Prioritäten über die medizinische Wissenschaft.
Der Dekan der UCLA Medical School, Steve Dubinett, und der UCSF‑Kanzler Sam Hawgood sagten dem Ausschuss jeweils aus und räumten die Prüfung des Curriculums ein. Der Ausschuss vertrat die Ansicht, die Kurse setzten politischen Aktivismus über die grundlegende medizinische Ausbildung.
Die Kurse waren ursprünglich durch Akkreditierungsregeln vorgeschrieben, die inzwischen aufgehoben wurden. Diese Regeln verlangten Unterricht zu gesundheitlichen Ungleichheiten, doch das vermittelte Material enthielt Aussagen, dass Gewichtsverlust ein aussichtsloses Unterfangen sei und dass illegale Übernahmen von Infrastruktur unterstützt würden.
Der UCLA‑Kurs „Structural Racism and Health Equity" schrieb Literatur zu Themen, die als Dekolonisation und ableistischer heteropatriarchaler Kapitalismus beschrieben werden. Das Programm präsentierte zudem einen Redner, der anti‑Israel‑Sprüche anstimmte und die Selbstverbrennung von Aaron Bushnell, einem US‑Soldaten, der sich vor der israelischen Botschaft in Brand setzte, thematisierte.
An der UCSF verband das Curriculum die humanitäre Krise in Gaza mit strukturellem Trauma, das historischen Redlining‑Praktiken ähnele. Ein Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte riet, von schwangeren Personen statt von schwangeren Frauen zu sprechen, obwohl der Kanzler anmerkte, dass die Mehrheit der Schwangerschaften Frauen betreffe. Die Universität ermutigt Studierende außerdem, Vorfälle dessen zu melden, was sie als „white supremacy culture" bezeichnet, etwa eine Betonung von Objektivität oder Individualismus, über das Portal SAFE.
Der Schritt folgt investigativem Journalismus und einer Kongressuntersuchung des Curriculums sowie einer Feststellung des Justizministeriums im Mai, dass die UCLA bei der Zulassung bewusst nach Rasse diskriminiere. Die Untersuchung des Ministeriums wurde eingeleitet, nachdem ein Whistleblower behauptet hatte, die Zulassungsstandards für schwarze und hispanische Bewerber seien gesenkt worden. Dekan Dubinett erklärte, dass die Rasse die Zulassungsentscheidungen an der UCLA nicht beeinflusse.
Beide Einrichtungen erklärten, dass die Abschaffung der verpflichtenden DEI‑Kurse eine Neubewertung darstelle, wie zukünftige Ärztinnen und Ärzte am besten vorbereitet werden, mit Fokus auf medizinische Wissenschaft statt politischem Aktivismus.
