Präsident Donald Trump hat eine politische Kehrtwende angekündigt, die bis zu 600.000 chinesischen Studierenden das Studium in den USA ermöglichen soll, ein Rückschritt gegenüber den früheren Versuchen seiner Administration, chinesische Visa aus Spionagegründen zu beschränken. In einem Interview mit Fox News argumentierte er, dass „Das Kürzen internationaler Studierender unser Hochschulsystem zerstören würde", und stellte den Schritt als pragmatische geschäftliche Entscheidung für amerikanische Universitäten dar.
Konfuzius‑Institute neu geboren unter neuen Marken
Obwohl bundesstaatlicher Druck die Schließung der einst an 118 US‑Campus betriebenen Konfuzius‑Institute erzwingte, sind viele unter anderem Namen wieder aufgetaucht, ohne ihr ursprüngliches Ziel zu verändern. Universitäten wie Duke und die New York University pflegen weiterhin Verbindungen zu China über Satellitencampus‑Standorte und gemeinsame Forschungsprojekte. Eine bemerkenswerte Partnerschaft verbindet die University of Michigan mit der Shanghai Jiao Tong University, deren Cyber‑Sicherheitsprogramm laut dem Center for Security and Emerging Technology auf einer Einrichtung der Volksbefreiungsarmee (PLA) basiert.
Ausdehnung auf die K‑12‑Bildung
Der Einfluss Pekings reicht nun bis in Grund‑ und weiterführende Schulen. Die Spring Education Group, im Besitz von Primavera Holdings mit Sitz in Hongkong, hat 28 US‑Schulmarken übernommen, darunter die STEM‑orientierten BASIS Independent Schools. Primavera steht in Verbindung zu ByteDance, dem Mutterkonzern von TikTok, und war früher Eigentümer von Tutor.com, einer Plattform, die vom US‑Militär genutzt wird, was kritische Aufmerksamkeit erregte. Senator Tom Cotton (R‑Ark.) warnte 2024, dass die Datensammelpraktiken von Tutor.com sensible Informationen nach chinesischem Recht an die Regierung weitergeben könnten; das Unternehmen bestreitet dies, während die Eigentümerstruktur undurchsichtig bleibt.
In Florida hat das Bildungsministerium Stipendien für vier Schulen der Spring Education Group ausgesetzt und dabei Verbindungen zur Kommunistischen Partei Chinas angeführt. Gouverneur Ron DeSantis erklärte: „Wir werden keine Schulen finanzieren, die mit ausländischen Gegnern verknüpft sind."
Studentenorganisationen und die Einheitsfront
Chinese Student and Scholar Associations (CSSA) zählen inzwischen über 150 Zweigstellen und reproduzieren das Outreach‑Modell der inzwischen aufgelösten Konfuzius‑Institute. Ein Senatsbrief aus dem Jahr 2023 behauptete, diese Gruppen würden „Einheitsfront"-Aktivitäten betreiben, die darauf abzielen, Pekings Agenda zu fördern und Dissens auf dem Campus zu unterdrücken.
Politischer Fokus und ideologische Verschiebungen
Der föderale Fokus bleibt auf der Hochschulbildung, während Konfuzius‑Klassen in K‑12‑Schulen mit minimaler Aufsicht operieren. Viele haben ihr Erscheinungsbild geändert, um nicht entdeckt zu werden, und weil sie keine Bundesmittel erhalten, müssen sie Partnerschaften nicht offenlegen.
Eine aktuelle Studie des Buckley Institute ergab, dass die Hälfte der College‑Studierenden Sozialismus nun positiver bewertet als Kapitalismus, ein Trend, den chinesische Akteure möglicherweise ausnutzen wollen. Jennifer Richmond, China‑Spezialistin bei der Foundation for Defense of Democracies, warnte, dass Pekings Bildungsinvestitionen langfristige Wahrnehmungen formen sollen, und sagte: „Es geht nicht nur um Zugang, es geht um Einfluss."
