Die Trump‑Administration hat ein Pilotprogramm gestartet, das ausgewählte Visumantragsteller verpflichtet, eine finanzielle Kaution, bis zu $250.000, als Garantie zu hinterlegen, dass sie keine öffentlichen Leistungen in Anspruch nehmen. Das Modell beginnt mit Antragstellern aus der Dominikanischen Republik und wird vom Department of Homeland Security sowie von U.S. Citizenship and Immigration Services durchgeführt.
Hintergrund zum Public‑Charge
Das Programm richtet sich an Personen, denen zuvor Visa nach der langjährigen „Public‑Charge"-Bestimmung des Immigration and Nationality Act verweigert wurden. Diese Regel erlaubt es Beamten, Visa zu verweigern, wenn die Betroffenen voraussichtlich von staatlichen Leistungen abhängig werden könnten.
Ein Beamter des Außenministeriums erklärte, dass die Kautionen fallweise festgelegt werden, mit Beträgen von $100.000 bis $250.000 für Antragsteller, die „aus Public‑Charge‑Gründen nicht zulässig" waren. Die Beamten betonten zudem, dass die Politik dazu dienen solle, „amerikanische Sozialprogramme vor finanziellen Belastungen zu schützen".
Wirtschaftliche Machbarkeit für dominikanische Antragsteller
Die Dominikanische Republik wurde ausgewählt, weil die US‑Botschaft in Santo Domingo ein hohes Volumen an Visumanträgen bearbeitet. Das Pro‑Kopf‑BIP des Landes liegt jedoch bei etwa $9.000, weit unter den $70.000 der USA, was Fragen aufwirft, wie viele potenzielle Einwanderer die geforderte Kaution aufbringen können.
Der Pilot startet am Dienstag und bietet einen Weg für diejenigen, die ausreichende finanzielle Selbstständigkeit nachweisen können. Unterstaatssekretär Alejandro Mayorkas Rubio stellte die Maßnahme als Teil einer Anstrengung dar, „Standards in unserem Einwanderungssystem wiederherzustellen", und betonte, dass Einwanderer „mehr beitragen sollten, als sie nehmen".
Kritik und mögliche Ausweitung
Kritiker argumentieren, dass die hohen Kautionsbeträge einkommensschwächere Antragsteller unverhältnismäßig stark treffen und vielen die Einreise praktisch verwehren könnten. USCIS wird die Aufhebung der Kautionen überwachen, die nach fünf Jahren gewährt werden kann, wenn der Einwanderer keine öffentlichen Geldleistungen oder institutionelle Unterbringung auf Kosten des Staates in Anspruch genommen hat.
Die Administration hat angedeutet, dass das Modell auf andere Länder ausgeweitet werden könnte, wobei die Details derzeit nur für das karibische Land gelten.
Kontext zur Nutzung von Sozialleistungen durch Einwanderer
Aktuelle Forschung liefert gemischte Erkenntnisse über die fiskalischen Auswirkungen der Inanspruchnahme von Sozialleistungen durch Nicht‑Staatsbürger. Eine Studie des Cato Institute verzeichnete, dass Nicht‑Staatsbürger im Jahr 2023 Leistungen im Wert von $125,2 Milliarden in Anspruch nahmen. Das Center for Immigration Studies berichtete, dass 51 % der Haushalte mit Einwanderern mindestens ein Sozialprogramm nutzten, verglichen mit 37 % der in den USA geborenen Haushalte.
Die Geschichte wurde zuerst im Quellbericht veröffentlicht.
