Demokratische Funktionäre in Maine konzentrieren sich auf den ehemaligen Senatspräsidenten Troy Jackson als wahrscheinlichen Kandidaten der Partei für den US‑Senatssitz, der derzeit von der Republikanerin Susan Collins gehalten wird, die 1996 erstmals gewählt wurde. Die Entscheidung soll bei den Kreisnominierungstreffen am Samstag, den 25. Juli, formell bestätigt werden.
Jackson, der im Aroostook County aufgewachsen ist, stellt sich als „Holzfäller" aus den Nordwäldern dar. Auf seiner Kampagnen‑Website betont er seine bescheidenen Anfänge mit den Worten: „Troy Jackson wuchs im Aroostook County auf, ein armes Kind in einer Stadt voller armer Kinder." Bundes‑ und Landesoffenlegungsunterlagen zeigen jedoch eine parallele Laufbahn als befristeter politischer Mitarbeiter für eine in Boston ansässige Gewerkschaft.
Einkünfte aus der Gewerkschaft
Seit 2017 arbeitet Jackson immer wieder für den District Council 35 der International Union of Painters and Allied Trades, AFL‑CIO. In den letzten zehn Jahren erhielt er insgesamt 96.851 US‑Dollar, aufgeschlüsselt wie folgt:
- 2025, $21,820
- 2023, $21,237
- 2021, $19,720
- 2017, $32,074
Zusätzlich erhielt er 2019 42.526 US‑Dollar von Machinists District Lodge 4 in Lisbon Falls, Maine.
Der Newsletter des Malerrates vermerkt, dass Jackson der Gewerkschaft beigetreten sei, während er am Portsmouth Naval Shipyard beschäftigt war, mehr als 300 Meilen südlich seines Heimatkreises Aroostook.
Politischer Werdegang
Jackson war von 2018 bis 2024 Präsident des Maine Senate, nachdem er bereits zwei Amtszeiten als Staatssenator (2008‑2014 und 2016‑2024) absolviert hatte. Anfang dieses Jahres trat er bei der demokratischen Vorwahl für das Gouverneursamt an, verlor jedoch.
Er wird als spätes Ersatzkandidat für Graham Platner positioniert, der nach Vergewaltigungsvorwürfen und dem Vorwurf, er sei ein „Fälschling", zurücktrat.
Politische Positionen und persönlicher Hintergrund
Jacksons öffentliche Äußerungen ordnen ihn dem harten linken Spektrum zu. In einem Social‑Media‑Beitrag vom 10. Juli verurteilte er die israelischen Militäroperationen in Gaza und versprach, keine von US‑Steuerzahlern finanzierten Hilfen für Israel zu unterstützen. Auf seiner Kampagnen‑Website nennt er die Abschaffung von ICE sowie höhere Steuern für Milliardäre und große Konzerne als vorrangige Ziele.
Zum Haushaltseinkommen zählen auch die Einkünfte seiner langjährigen Partnerin Lana Pelletier, einer lizenzierten klinischen Sozialarbeiterin.
Erreicht er die demokratische Nominierung, trifft Jackson im November auf Susan Collins.
