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Stacey Plasketts Kandidatur für das Gouverneuramt wegen Epstein‑verbundener Spenden im Fokus

Ein erheblicher Teil von Plasketts Wahlkampffinanzen stammt von Personen, die mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verknüpft sind, was ihre Kandidatur für das Gouverneuramt der US-Jungferninseln ins Zentrum der Kritik rückt.

Von Matthew Parker··
Stacey Plasketts Kandidatur für das Gouverneuramt wegen Epstein‑verbundener Spenden im Fokus

Während Kongressabgeordnete Stacey Plaskett (D.) das Gouverneuramt der US-Jungferninseln anstrebt, rückt die Herkunft eines beträchtlichen Teils ihrer jüngsten Spendensammlung erneut in den Fokus. Spenden von Personen, die mit dem verstorbenen Jeffrey Epstein, dem verurteilten Sexualstraftäter, in Verbindung stehen, machten etwa ein Drittel von Plasketts Gesamteinnahmen im letzten Quartal aus.

Am 13. April spendete Erika Kellerhals, eine ehemalige Anwältin Epsteins, die sein Netzwerk von Briefkastenfirmen leitete und angeblich Jungferninseln‑Behörden unter Druck setzte, die Registrierungspflicht für Epstein aufzuheben, die bundesweite Höchstgrenze von 3.500 $ an Plasketts Gouverneurkampagne. Der Ehemann von Kellerhals, Kanzlei‑Partner Greg Ferguson, dessen Frau sowie der Unternehmer Sebastiano Cassinelli, der zuvor politische Spenden von Epstein einforderte, leisteten jeweils den maximal zulässigen Betrag für Plasketts Kongresskampagne.

Plaskett, die als nicht stimmberechtigte Delegierte im US-Repräsentantenhaus tätig ist, war 2021 Managerin des Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump und sitzt im einflussreichen House Ways & Means Committee. Am 16. April übertrug sie fast ihr gesamtes Kongressbudget in den Gouverneurwahlkampf, ein Schritt, der die Prüfung ihrer früheren Spendengewohnheiten weiter verschärft hat.

Öffentliche Distanzierung und anhaltende Verbindungen

In einer Debatte in dieser Woche versuchte Plaskett erneut, sich von Epstein zu distanzieren, und bezeichnete das Geschehen als „ein sehr schwieriges Kapitel in der Geschichte der Jungferninseln". Die fortbestehenden finanziellen Verbindungen zu Kellerhals und anderen Epstein‑Gefolgsleuten deuten jedoch darauf hin, dass die Beziehung nicht vollständig gekappt ist.

Kellerhals spielte eine zentrale Rolle bei der Einführung von Plaskett, damals Angestellte einer Kanzlei, zu Epstein im Jahr 2014 und bezeichnete sie als „potenzielle Spenderin". Sie organisierte anschließend mehrere Treffen zwischen den beiden, das letzte fand am 14. Mai 2019 statt, nur wenige Wochen bevor Epstein in New Jersey wegen des Menschenhandels mit minderjährigen Mädchen zu seiner Residenz auf den Jungferninseln verhaftet wurde.

Die Jungferninseln können auf eine dokumentierte Geschichte von Korruptions‑ und Transparenzproblemen zurückblicken. Kritiker argumentieren, dass Plasketts Verbindungen zu Kellerhals und anderen mit Epstein in Verbindung stehenden Personen Bedenken hinsichtlich ihrer Führungsfähigkeit für das Territorium aufwerfen, zumal ein erheblicher Teil ihrer Kampagnengelder aus diesen Quellen stammt.

Erstmals von einem Nachrichtendienst berichtet, dürften die Enthüllungen Plasketts Kampagne bis zur Wahl weiterhin unter genauer Beobachtung halten.