In der Denver‑Vorwahl wurde die 15‑malige US‑Abgeordnete Diana DeGette von der sozialistischen Kandidatin Melat Kiros besiegt. Mit 93 % der ausgezählten Stimmen lag Kiros am frühen Mittwochmorgen fast zehn Prozentpunkte vorn.
Das Ergebnis erinnert an die jüngsten Vorwahlen in New York City, in denen von Mayor Zohran Mamdani unterstützte Kandidaten Schlüsselpositionen gewannen, was auf ein wachsendes Interesse an linken Herausforderern innerhalb der Demokratischen Partei hindeutet.
Kiros kampagnierte mit einem Programm, das einen Mindestlohn von 22 Dollar, Medicare for All, die Abschaffung von Immigration and Customs Enforcement, die Freilassung aller ICE‑Häftlinge und den Ausbau des sozialen Sicherheitsnetzes vorsieht. Sie hat Unterstützungen von Senator Bernie Sanders, den Justice Democrats und den Democratic Socialists of America erhalten.
Ihre Kampagne geriet unter intensive Beobachtung wegen Äußerungen in einem Interview im Mai mit dem Streamer Hasan Piker. Auf die Frage zum Hamas‑Angriff vom 7. Oktober und den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sagte Kiros: „Wir haben den Nahen Osten stark destabilisiert, sodass die Menschen glaubten, ein weiterer Gewalttat sei die einzige Reaktion." NBC‑Reporter Kyle Clark fragte später nach, ob dieselbe Logik auch auf 9/11 zutreffe.
Drei Veranstaltungsorte sagten eine Kundgebung, an der Piker auftreten sollte, ab, ein Mann, der wegen antisemitischer Kommentare kritisiert wird. Kiros reagierte, indem sie DeGette beschuldigte, den Dissens mit ihrer „Spenderklasse zum Schweigen zu bringen." DeGette wies den Vorwurf als unbegründet zurück und verurteilte Kiros' Verbindung zu Piker, den sie als „berüchtigten Antisemiten" bezeichnete.
Der Bezirk Denver hat seit den 1970er‑Jahren keinen Republikaner mehr gewählt, sodass ein Verbleib in demokratischer Hand bei den allgemeinen Wahlen im November praktisch sicher ist.
Das Ergebnis wurde zuerst von der ursprünglichen Quelle gemeldet.
