Der Imprint Atria Books von Simon & Schuster hat einen Verlagsvertrag mit der palästinensischen Autorin Susan Abulhawa abgeschlossen, was wegen ihrer langen Geschichte antisemitischer Äußerungen eine Welle der Kritik ausgelöst hat.
Details des Vertrags
Der Vertrag sieht vor, dass zwei von Abulhawas Titeln, Mornings in Jenin und The Blue Between Sky and Water, am 29. September 2026 neu aufgelegt werden. In einer Pressemitteilung lobte die Sprecherin von Simon & Schuster, Jessica Laino, die „charakteristische lyrische Stimme" der Autorin und hob die „nuancierten Figuren" in ihrem Werk hervor.
Umstrittene frühere Äußerungen
Abulhawas Online‑Beiträge haben wiederholt entmenschlichende Sprache gegenüber Juden und Israelis verwendet. Sie bezeichnete Juden als „Ghouls", „Kakerlaken" und „Dämonen" und feierte Gewalt gegen Juden und Christen. In separaten Nachrichten beschrieb sie Israelis als „wurzellose, seelenlose Ghouls" und nannte den Staat Israel eine „kulturlose, wurzellose menschliche Anomalie in Form einer künstlich geschaffenen ‚Nation'." Sie hat zudem pro‑israelische Kommentatoren als „lügende jüdische supremacistische Kakerlaken" bezeichnet und von „Rache" gegen die „Söhne Satans" gesprochen.
Kürzlich hat sie angedeutet, dass Juden für den Holocaust verantwortlich seien, und gewarnt, dass ein ähnliches Verbrechen erneut geschehen könnte.
Öffentliche und politische Reaktionen
Die Äußerungen haben Verurteilungen von verschiedenen öffentlichen Persönlichkeiten nach sich gezogen. Bürgermeister Zohran Mamdani, dessen Ehefrau Rama Duwaji zuvor gemeinsam mit Abulhawa einen Aufsatz verfasst hatte, bezeichnete die Rhetorik der Autorin als „offensichtlich inakzeptabel" und „verwerflich".
Kritiker argumentieren, dass ein großer Verlag keine Plattform für Sprache bieten sollte, die Hassrede entspricht, während andere behaupten, die Äußerungen liegen im Rahmen der freien Meinungsäußerung.
Branchen- und Plattform‑Bedenken
Die Kontroverse hat zudem die Debatte über die Rolle der Social‑Media‑Plattform X, auf der Abulhawas Beiträge veröffentlicht wurden, bei der Eindämmung von Hassrede neu entfacht. Beobachter weisen darauf hin, dass die Plattform für unzureichende Maßnahmen gegen extremistische Inhalte kritisiert wird.
Vertreter von Simon & Schuster, Atria und dem privaten Equity‑Konzern KKR, dem Mutterunternehmen, haben nicht auf Anfragen nach Kommentaren reagiert.
Weitere Implikationen
Der Vorfall wirft Fragen darüber auf, wie Verlage die Förderung vielfältiger Stimmen mit der Verantwortung vereinbaren können, Intoleranz nicht zu verstärken. Er verdeutlicht zudem die Spannung zwischen Argumenten der freien Meinungsäußerung und der Notwendigkeit, die Verbreitung hasserfüllter Ideologien zu verhindern.
Die Geschichte wurde zuerst vom ursprünglichen Wire‑Report veröffentlicht.
