Karishma Manzur, eine demokratische Kandidatin für den US‑Senat in New Hampshire, hat öffentlich die medizinische geschlechtsangleichende Behandlung für Kinder ab zwölf Jahren unterstützt. Die Äußerung machte sie in der YouTube‑Sendung #NHtok live, moderiert von Arya Shams und Marissa Emanuele.
Manzur, die einen Doktortitel in den Naturwissenschaften besitzt, argumentierte, dass jeder Mensch das Recht haben sollte, das Leben zu führen, das er wählt, und dass Entscheidungen über die Gesundheitsversorgung, einschließlich transgeschlechtlicher Versorgung, dem Individuum, seinen Ärzten und seiner Familie vorbehalten sind. Sie stellte das Thema als Frage persönlicher Rechte und nicht als gesetzliche Kontrolle dar.
Diese Position stellt sie in Gegensatz zu den meisten US‑Bundesstaaten, von denen viele Gesetze verabschiedet haben, die geschlechtsverändernde medizinische Eingriffe bei Minderjährigen einschränken oder verbieten. Kritiker behaupten, dass solche Interventionen nicht ausreichend wissenschaftlich belegt seien und langfristige Folgen haben könnten. Befürworter hingegen betonen, dass der Zugang zu geschlechtsangleichender Versorgung für die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden transsexueller Jugendlicher unverzichtbar sei.
Breiteres politisches Programm
Manzurs Haltung zur transgeschlechtlichen Gesundheit ist Teil einer umfassenderen progressiven Agenda, die Vorschläge wie Medicare für alle und verstärkte Investitionen in den sozialen Wohnungsbau umfasst. Ihre Kampagne ist zudem durch weitere umstrittene Äußerungen gekennzeichnet.
Sie hat Präsident Donald Trump der Fehlverhaltens beschuldigt und eine harte Linie gegenüber Israel eingenommen, wobei sie unbelegte Behauptungen wiederholte, Israel habe einen Völkermord begangen und es bestünde eine Hungersnot im Gazastreifen. Diese Aussagen wurden von Kommentatoren als ungenau und aufrührerisch bezeichnet.
Weitere Kritik richtet sich gegen ihren familiären Hintergrund. Berichten zufolge soll ihr Vater angeblich an der Ermordung des ehemaligen bangladeschischen Präsidenten Ziaur Rahman beteiligt gewesen sein, was zusätzliche Fragen zu ihrer persönlichen Geschichte aufwirft.
Manzurs Äußerungen zur transgeschlechtlichen Versorgung sind daher zu einem Brennpunkt in einem bereits von polarisierenden Positionen geprägten Wahlkampf geworden.
