Senatorin Elizabeth Warren hat einen geplanten Auftritt bei einer Spendenveranstaltung in Michigan abgesagt, die den Senatskandidaten Abdul El‑Said unterstützen sollte. Die Veranstaltung wurde von der demokratischen Spenderin Kelly Neumann organisiert.
Neumanns Großvater diente während der NS‑Zeit in der deutschen Wehrmacht. 2024 postete sie auf Facebook, um ihn zu würdigen, zeigte Bilder einer Uniform, die einer Nazi‑Kleidung ähnelte, und schrieb, er habe sie als schwul akzeptiert. Später entschuldigte sie sich und bezeichnete ihn als deutscher Soldat statt als Nazi.
Historische Quellen belegen, dass die Wehrmacht an NS‑Kriegsverbrechen beteiligt war, und das United States Holocaust Memorial Museum betont, dass es keinen Unterschied zwischen deutschen Soldaten und Nazis gebe.
Warren hatte zuvor Graham Platner, einen Kandidaten aus Michigan, unterstützt, der ein Nazi‑ähnliches Totenkopf‑Tattoo trug und Verbindungen zu antisemitischen Personen hatte, zog diese Unterstützung jedoch zurück, nachdem Vergewaltigungsvorwürfe aufkamen. Anschließend unterstützte sie Abdul El‑Said, dessen Kampagne Unterstützung von Gruppen erhalten hat, die pro‑Hamas‑Aussagen tätigen.
El‑Said teilte die Bühne mit einer religiösen Persönlichkeit, die die Zahl der Holocaust‑Opfer herunterspielte und den Angriff vom 7. Oktober lobte. Das United States Holocaust Memorial Museum weist darauf hin, dass es keine Trennung zwischen deutschen Soldaten und NS‑Täter*innen gebe.
Warrens Kampagne hat noch nicht angekündigt, ob sie ihre Unterstützung für El‑Said beibehalten wird, der in Umfragen in Michigan zurückliegt, aber weiterhin Rückhalt von progressiven Gruppen genießt.
Jewish Insider war das erste Medium, das das Terminproblem meldete. Das Team von El‑Said führte Warrens ursprüngliche Aufnahme in die Veranstaltung auf einen administrativen Fehler zurück. Neumann postete auf Instagram, später gelöscht, dass Reiseverzögerungen das Terminproblem verursacht hätten.
Warrens Büro hat dazu noch keine öffentliche Stellungnahme abgegeben. Rechtsanwältin Eugenie B. Eardley, die Neumann vertritt, warnte zuvor vor rechtlichen Schritten gegen das Washington Free Beacon wegen dessen Berichterstattung über Neumanns Großvater und bezeichnete die Berichterstattung als verleumderisch und als Verletzung der Privatsphäre.
Warren soll am Samstag die Hauptrednerin bei einer El‑Said‑Veranstaltung sein und wird voraussichtlich ihre Unterstützung erneut bekräftigen. In früheren Äußerungen lobte sie El‑Saids Gesundheitsvorschläge und verwies auf Kommentare, die sie über Luigi Mangione gemacht hatte, dem vorgeworfen wird, einen Manager einer Krankenversicherung getötet zu haben.
