Der Senat wird das Fiscal Sponsorship Transparency Act prüfen, ein von Senator Tom Cotton (R‑Ark) eingebrachtes Gesetzentwurf, der ein Steuervermeidungsmodell beleuchten soll, das anonyme Spenden von US‑Spendern und linken Stiftungen an extremistische Organisationen ermöglicht.
Wie das „Fiscal‑Sponsor"-Modell funktioniert
Nach der gegenwärtigen Regelung fungiert eine ordnungsgemäß registrierte gemeinnützige Organisation als „Fiscal Sponsor", nimmt steuerbefreite Zuwendungen entgegen und leitet das Geld an kleinere Gruppen weiter, die selbst nicht beim IRS registriert sind. Der Sponsor behält in der Regel eine Gebühr von fünf bis zehn Prozent ein, bevor er den Rest weitergibt. Zwar können Spender ihre Zuwendungen zweckgebunden kennzeichnen, doch ermöglicht die Nutzung eines Sponsors anonyme Spenden an Gruppen, die sonst öffentliche Steuererklärungen abgeben und ihre Geldgeber offenlegen müssten.
Laut dem Gesetzentwurf hat diese Lücke einer Reihe von Organisationen, von Kritikern des Sponsors als extremistisch oder „anti‑American" bezeichnet, ermöglicht, ohne direkte IRS‑Kontrolle zu operieren. Erwähnt werden die Alliance for Global Justice und die WESPAC Foundation, die steuerbefreite Zuwendungen an Gruppen wie das von den USA sanktionierte Samidoun, die Palestinian Youth Movement und die Campus‑Gruppe National Students for Justice in Palestine weitergeleitet haben.
Ziele der Gesetzgebung
Der Gesetzentwurf würde zudem größere „Dark‑Money"-Durchlauforganisationen betreffen, die Unterstützung von prominenten Spendern erhalten. Zu den genannten gehören das von Soros unterstützte Tides Center, die Wohltätigkeitsorganisation Thousand Currents und ein Netzwerk von Organisationen, das mit der demokratischen Beratungsfirma Arabella Advisors verbunden ist und Partner wie das Black Lives Matter Global Network finanziert.
Senator Cotton argumentiert, dass die Besteuerung und die Verpflichtung zur Offenlegung diese Sponsoren finanziell unattraktiv machen und damit die Geldflüsse zu radikalen Endnutzern einschränken werden.
Wesentliche Bestimmungen
- Gemeinnützige Organisationen, die als Fiscal Sponsors fungieren, müssen jede Partnerorganisation sowie den übertragenen Betrag in öffentlich zugänglichen Steuererklärungen aufführen und die leitenden Angestellten, die die Transaktionen genehmigen, offenlegen.
- Als „unangemessene Durchleitungsvereinbarungen" eingestufte Überweisungen, bei denen der Sponsor die Kontrolle über die Mittelverwendung aufgibt, würden eine Steuer von zwanzig Prozent auf die spendende gemeinnützige Organisation auslösen, die auf einhundert Prozent ansteigt, wenn der Sponsor den Verstoß nach Feststellung nicht behebt.
- Manager, die wissentlich eine unangemessene Überweisung genehmigen, müssten eine Steuer in Höhe von fünf Prozent des an den Partner gesandten Betrags zahlen.
- Spender würden das Recht auf steuerliche Abzugsfähigkeit für Beiträge verlieren, die im Rahmen einer unangemessenen Durchleitungsvereinbarung geleistet wurden.
Konkrete genannte Organisationen
Die Alliance for Global Justice fungierte als Fiscal Sponsor für Samidoun, eine 2024 vom Finanzministerium sanktionierte Gruppe, die die Popular Front for the Liberation of Palestine unterstützt, eine als Terrororganisation eingestufte Gruppe. Die WESPAC Foundation wird als Sponsor für die Campus‑Gruppe SJP, Within our Lifetime, die Palestinian Youth Movement und das U.S. Palestinian Community Network bezeichnet, Gruppen, die mit pro‑Hamas‑Lagern und gewalttätigen Protesten unter dem Motto „globalise the intifada" in Verbindung stehen.
Thousand Currents und das Tides Center sollen das Black Lives Matter Global Network unterstützt haben, das 90 Millionen Dollar für das, was die Gesetzentwurf‑Unterstützer als radikale Aktivitäten bezeichnen, eingeworben hat. Das Arabella Advisors‑Netzwerk, zu dem der New Venture Fund gehört, wird als Kapitalgeber für zahlreiche linksradikale Interessenvertretungen und politische Anliegen beschrieben.
Gesetzgeberische Aussichten
Eine entsprechende Fassung des Gesetzentwurfs wird im Repräsentantenhaus von Abgeordnetem Lloyd Smucker (R‑Pa) vorangetrieben und soll in den kommenden Wochen vom House Ways and Means Committee geprüft werden. Wird das Gesetz verabschiedet, gelten die neuen Melde- und Steuerregeln für Steuerjahre, die nach 2027 beginnen.
Der Gesetzentwurf dürfte breite Unterstützung von Republikanern erhalten und könnte auch für pro‑Israel‑Demokraten attraktiv sein, da die Offenlegungspflichten für Durchlaufgruppen über das gesamte politische Spektrum hinweg gelten würden.
