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STATE BEACON

Republikaner stellen Gesetzentwurf vor, der staatliche Klimaklagen gegen Ölunternehmen blockiert

Der von Senator Ted Cruz und Abgeordneter Harriet Hageman vorgestellte Stop Climate Shakedowns Act soll Staaten und Kommunen daran hindern, Öl- und Gasfirmen wegen ihres angeblichen Beitrags zum Klimawandel zu verklagen.

Von Daniel Reed··
Republikaner stellen Gesetzentwurf vor, der staatliche Klimaklagen gegen Ölunternehmen blockiert

Senator Ted Cruz (R., Texas) und Abgeordnete Harriet Hageman (R., Wyo.) haben den Stop Climate Shakedowns Act im Kongress eingebracht. Der Vorschlag würde Staaten und Kommunen daran hindern, Klagen einzureichen oder Gesetze zu erlassen, die finanzielle Strafen gegen Öl- und Gasunternehmen wegen ihres angeblichen Beitrags zum Klimawandel verhängen sollen.

Details des Gesetzentwurfs

Der Gesetzentwurf stellt den ersten bundesweiten Versuch dar, die zunehmende Zahl staatlicher Maßnahmen, die den fossilen Brennstoffsektor ins Visier nehmen, einzudämmen. Wird er verabschiedet, würde er bestehende und zukünftige staatliche Klagen und Gesetze, die darauf abzielen, Milliarden von Dollar an Schadenersatz zu erlangen, außer Kraft setzen.

Argumente der Befürworter

Cruz und Hageman argumentieren, dass die staatlichen Maßnahmen einen Missbrauch des Justizsystems darstellen und warnen, dass sie die Energiepreise erhöhen, Arbeitsplätze gefährden und amerikanische Familien übermäßig belasten könnten. Sie vertreten die Ansicht, dass klimapolitische Regelungen eine nationale Aufgabe sind, die am besten von der Bundesregierung und nicht von einem Flickenteppich staatlicher Initiativen gehandhabt wird.

Opposition und Kritik

Umweltorganisationen haben das Vorhaben scharf kritisiert und erklärt, es gewähre Ölunternehmen „Immunität" und schütze sie vor Verantwortung. Die Mehrheit der Gerichtsverfahren, die Klimaklagen verfolgen, wird von der in San Francisco ansässigen Kanzlei Sher Edling vertreten, die Finanzmittel von linken, umweltorientierten Non‑Profit‑Organisationen erhält. Diese Konstellation hat bei einigen Gesetzgebern ethische Bedenken ausgelöst und zu mindestens einer Beschwerde beim IRS geführt.

Von Demokraten geführte Bundesstaaten und Städte argumentieren, dass das Gesetz ihre Fähigkeit untergrabe, die drängende Klimakrise zu bewältigen und Unternehmen für ihre Emissionen zur Verantwortung zu ziehen. Sie sehen den Gesetzentwurf als einen übermäßigen Eingriff der Bundesregierung, der die Souveränität der Bundesstaaten aushöhlen würde.

Rechtlicher Kontext

Der Verfassungsrechtsexperte John Shu ist der Ansicht, dass das Gesetz die verfassungsrechtliche Prüfung wahrscheinlich bestehen wird, da es Unternehmen nicht vor vorsätzlichem Fehlverhalten schützt und mit der verfassungsrechtlichen Zuweisung von Kompetenzen für zwischenstaatliche und internationale Angelegenheiten an die Bundesregierung übereinstimmt.

Der Oberste Gerichtshof wird in den kommenden Monaten ein separates Klimawandelverfahren anhören, dessen Entscheidung das Schicksal des Stop Climate Shakedowns Act und die weiteren Rechtsstreitigkeiten über die Unternehmensverantwortung für Treibhausgasemissionen beeinflussen könnte.

Während der Gesetzentwurf den legislativen Prozess durchläuft, wird er voraussichtlich heftigen Widerstand von Umweltgruppen, demokratischen Gesetzgebern und Staatsanwälten der Bundesstaaten erfahren. Sein endgültiger Erfolg hängt davon ab, ob seine Initiatoren eine Koalition bilden können, die diesem Widerstand standhält.