Ein Bundesrichter in New York hat den 9. März 2026 als Beginn des Prozesses von drei Männern festgelegt, die wegen eines mutmaßlichen iranischen Plans angeklagt sind, den ehemaligen Präsidenten Donald Trump auf US‑Boden zu ermorden und die iranische Aktivistin Masih Alinejad ins Visier zu nehmen.
Beschuldigte und angebliche Rollen
Zwei der Angeklagten, Carlisle Rivera und Jonathan Loadholt, erschienen mit Handschellen im Gerichtssaal in Manhattan. Der dritte, Farhad Shakeri, ein in Afghanistan geborener Staatsbürger, der als Kind in die USA eingereist ist, war nicht anwesend; die Staatsanwaltschaft sagt, er verberge sich derzeit in Teheran.
Shakeri wird in einer im November 2024 eingereichten Strafanzeige des Southern District of New York als „Vermögenswert des iranischen Regimes" bezeichnet. Die Anklage behauptet, ein IRGC‑Beamter habe ihm Mitte bis Ende September 2024 aufgetragen, andere IRGC‑Aufgaben beiseite zu legen und sich ausschließlich auf die Überwachung und letztlich die Ermordung des ehemaligen Präsidenten Donald J. Trump zu konzentrieren. Das Dokument enthält Shakeris eigene Worte: „Laut Shakeri wurde er etwa Mitte bis Ende September 2024 von einem IRGC‑Beamten gebeten, seine anderen Tätigkeiten für die IRGC beiseite zu legen und sich auf die Überwachung und schließlich die Ermordung des ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald J. Trump, zu konzentrieren."
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft überwachte Shakeri zudem ein separates Komplott gegen Alinejad und rekrutierte Rivera und Loadholt, um beim Mordplan gegen Trump zu helfen.
Verfahrenszeitplan
Der Termin im März 2026 folgt auf eine Vorverhandlung, die wegen eines „umfangreichen" Beweisvorrats mehrfach verschoben wurde. Das Gericht hat weitere Vorverhandlungstermine für den 18. August und den 18. September festgelegt. Assistant U.S. Attorney Jacob H. Gutwillig teilte dem Richter mit, dass der Prozess voraussichtlich zwei Wochen dauern werde und sagte: „Die Regierung hat umfangreiche Beweismaterialien bereitgestellt." Er deutete an, dass die Anklage wahrscheinlich versuchen werde, klassifizierte Unterlagen nach dem Classified Information Procedures Act (CIPA) zuzulassen.
Das Ermittlungsdossier der Regierung umfasst Daten aus Google‑, Apple‑ und WhatsApp‑Konten, Mobilfunkabrechnungen und aufgezeichnete Telefonate, die bei der früheren Anklageerhebung beschafft wurden.
Offizielle Reaktion
Eine Sprecherin des Justizministeriums sagte gegenüber dem Washington Free Beacon, dass „das gezielte Anvisieren ehemaliger und aktueller amerikanischer Amtsträger, einschließlich Präsident Trump, durch dreiste ausländische Akteure niemals toleriert werden wird." Sie fügte hinzu, das Justizministerium werde jedes verfügbare Mittel einsetzen, um solche Aktivitäten zu unterbinden und die volle Kraft des US‑Rechts gegen die Verschwörer zu richten.
Die Staatsanwaltschaft hat das angebliche Komplott zudem mit einer breiteren iranischen Zielsetzung gegen ehemalige US‑Behördenmitglieder verknüpft und nannte den ehemaligen Außenminister Mike Pompeo, den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater John Bolton und den ehemaligen Beamten des Außenministeriums Brian Hook als weitere beabsichtigte Opfer.
Verwandte Fälle
Im Juli 2024 wurde ein weiterer Verdächtiger mit mutmaßlichen Verbindungen nach Teheran, Asif Merchant, festgenommen und wegen eines separaten Plans angeklagt, US‑Beamte zu töten, nachdem er einem verdeckten Ermittler, den er für einen Auftragskiller hielt, 5.000 Dollar gezahlt hatte. Die Ermittlungen gegen Merchant begannen, nachdem US‑Behörden von iranischem Interesse an einem Attentat auf Trump erfahren hatten.
Der bevorstehende Prozess, der voraussichtlich zwei Wochen dauern wird, wird genau beobachtet werden, insbesondere hinsichtlich klassifizierter Beweise, die nach den besonderen Verfahren des Classified Information Procedures Act präsentiert werden.
