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Olivia Wildes „The Invite" verfehlt den Funken des Klassikers von 1969

Olivia Wildes Neuverfilmung The Invite versucht, den Geist des Kultklassikers von 1969 zu erneuern, verfehlt jedoch die scharfen Dialoge und die Tiefe des Originals.

Von Jessica Morgan··
Olivia Wildes „The Invite" verfehlt den Funken des Klassikers von 1969

Olivia Wildes neuester Film The Invite will den Geist der 1969er Komödie Bob & Carol & Ted & Alice in die Gegenwart holen, doch Kritiker sind der Meinung, dass er dem von seinem Vorgänger gesetzten Maßstab nicht gerecht wird.

Was den Klassiker von 1969 zu einem kulturellen Bezugspunkt machte

Unter Regie von Paul Mazursky zeigte Bob & Carol & Ted & Alice zwei Paare aus Los Angeles, die sich durch die sich wandelnden Moralvorstellungen der späten 1960er Jahre navigieren. Der scharfe Dialog und die nachvollziehbaren Figuren machten den Film zum Gesprächsthema am Arbeitsplatz und in Freundeskreisen. Humor und Ehrlichkeit des Films wurden dafür gelobt, dass sie den sozialen und kulturellen Umbruch der Zeit widerspiegeln.

Die moderne Prämisse von The Invite

Im Jahr 2026 spielend folgt The Invite zwei Paaren, die ein Vierer‑Arrangement in Erwägung ziehen. Wilde führt ein Ensemble mit Seth Rogen, Edward Norton und Penélope Cruz. Während Wildes Darstellung als fachmännisch und fließend beschrieben wird, wird die Darstellung des schwingenden Paares kritisiert, weil sie eher wie ein Handlungselement wirkt als wie vollständig ausgearbeitete Personen.

Dialog und Charakterisierung in der Kritik

Kritiker bemerken, dass das Drehbuch die messerscharfe Schlagabtausch‑Rhetorik des Originals von 1969 vermissen lässt. Die Figuren reden häufig übereinander, um Verlegenheit oder Begierde zu verbergen, ein Muster, das schnell ermüdend wirkt und die beabsichtigte komische Wirkung verwässert.

Oberflächliche Behandlung von Themen

Der Film streift Themen wie Ehe, Beziehungen und gesellschaftliche Normen, tut dies jedoch ohne die Tiefe, die den früheren Film so resonant machte. Motivationen und Wünsche bleiben kaum erforscht, und das Ende wirkt überstürzt und unbefriedigend, sodass das Publikum mehr Substanz verlangt.

Vergleich der beiden Werke

Während Mazurskys Film Humor und Ehrlichkeit nutzte, um den kulturellen Wandel der 1960er zu kommentieren, versucht The Invite einen ähnlichen Neustart, endet jedoch als blasse Kopie. Das Fehlen nuancierter Dialoge und vollständig ausgearbeiteter Figuren verhindert, dass die moderne Version dieselbe kulturelle Relevanz erreicht.

Insgesamt liefert die Besetzung zwar solide Leistungen, doch die Unfähigkeit des Films, den Witz und die thematische Tiefe des Originals zu erreichen, schränkt seine Wirkung ein.