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New‑York‑Kandidat Matt Castelli gerät wegen seiner Haltung zu Waffenrechten unter Beschuss

Matt Castelli steht im Wahlkampf für den 21. Kongressbezirk von New‑York im Kreuzfeuer, weil ein internes Video seine angebliche Unterstützung von Waffenbeschränkungen offenbart.

Von Sarah Collins··
New‑York‑Kandidat Matt Castelli gerät wegen seiner Haltung zu Waffenrechten unter Beschuss

Der demokratische Kongresskandidat Matt Castelli, der im 21. Bezirk von New‑York gegen die republikanische Abgeordnete Elise Stefanik antritt, befindet sich im Zentrum einer Kontroverse über seine Haltung zu Waffenrechten. In einem kürzlich von der Washington Free Beacon erhaltenen Video ist zu hören, wie ein Mitarbeiter seiner Kampagne einer Gruppe von Freiwilligen sagt, der Kandidat sei 'für Waffen­kontrolle' und unterstütze Verbote von AR‑15s und sogenannten Sturmgewehren. Diese Enthüllung steht im Widerspruch zu Castellis öffentlichen Aussagen, in denen er erklärte, er 'setze sich für die Rechte von Waffenbesitzern ein' und ein Verbot von Sturmwaffen ablehne, weil solche Vorschläge 'ungenau definiert' seien.

Die Diskrepanz zwischen Castellis öffentlichen und privaten Positionen zu Waffenrechten wirft Fragen zu seiner Glaubwürdigkeit auf. Jennifer Mann, die Vorsitzende des Brunswick Democratic Committee, schrieb in einer E‑Mail an Unterstützer, dass Castelli 'absolut verlieren' würde, wenn er eine deutlichere Position zur Waffen­kontrolle einnehme, und betonte damit die heikle Lage im ländlichen Bezirk. Das ist nicht das erste Mal, dass ein demokratischer Kandidat im Bezirk beschuldigt wird, seine wahre Haltung zur Waffen­kontrolle zu verbergen. 2018 versicherte die demokratische Kandidatin Tedra Cobb einer jugendlichen Unterstützerin im vertraulichen Gespräch, dass sie Waffenverbote befürworte, aber öffentlich nicht dazu stehen könne, weil sie sonst ihre Wahl verlieren würde.

Cobbs Erfahrung dient Castelli als Warnung, da er zwischen der Ansprache konservativer Wähler im Bezirk und der Befriedigung der liberaleren Parteiteile balanciert. Castelli betont wiederholt, er unterstütze den zweiten Verfassungszusatz und besitze selbst Waffen, was ihm bei waffenrechtlich orientierten Wählern zugutekommen könnte. Dennoch hat seine Teilnahme an einer von March for Our Lives organisierten Kundgebung, einer nationalen Schülergruppe, die verschiedene Maßnahmen zur Waffen­kontrolle unterstützt, darunter ein nationales Register für Waffenverkäufe und ein Verbot des Waffenbesitzes für Personen unter 21, für Aufsehen gesorgt.

Auf der Kundgebung äußerte Castelli seine Unterstützung für ein von Gouverneurin Kathy Hochul (D.) unterzeichnetes Gesetz, das den Verkauf bestimmter Waffen an Personen unter 21 verbietet und sogenannte Red‑Flag‑Gesetze stärkt. Seine Äußerungen, insbesondere der Aufruf, 'Gesetzgebung zu verabschieden, die dieses Problem tatsächlich angeht' und die Sicherheit der Gemeinschaft zu gewährleisten, deuten darauf hin, dass er offener für Waffen­kontrollmaßnahmen ist, als er öffentlich zugegeben hat. Das Ausbleiben einer Stellungnahme von Castelli und seiner Kampagne auf Anfragen nach Kommentaren hat die Spekulationen über seine wahre Haltung zu Waffenrechten nur verstärkt.

Die Kontroverse um Castellis Haltung zu Waffenrechten könnte erhebliche Auswirkungen auf seine Kampagne haben, besonders in einem Bezirk, in dem Waffenbesitz ein zentrales Thema ist. Mit Annäherung der Wahl werden die Wähler genau beobachten, wie Castelli dieses komplexe Thema meistert und ob seine öffentlichen und privaten Positionen zu Waffenrechten übereinstimmen. Das Ergebnis könnte das Kräfteverhältnis im Bezirk verschieben, da Castellis Fähigkeit, konservative Wähler zu gewinnen, auf dem Spiel steht.

Im Rahmen der breiteren Debatte über Waffen­kontrolle verdeutlicht Castellis Situation die Herausforderungen, denen Politiker bei der Bewältigung komplexer und oft spalterischer Themen gegenüberstehen. Das Spannungsfeld zwischen der Ansprache der eigenen Basis und der Gewinnung moderaterer Wähler erfordert ein sensibles Gleichgewicht, das erhebliche Folgen für Castellis Kampagne haben kann. Während die Wahlkampfsaison an Fahrt aufnimmt, bleibt abzuwarten, wie Castelli das Thema Waffenrechte angehen wird und ob seine Position bei den Wählern im 21. Bezirk von New‑York Anklang findet.

Das Repräsentantenhaus von New‑York ist ein zentrales Schlachtfeld bei der bevorstehenden Wahl, da mehrere Sitze umkämpft sind. Der 21. Bezirk, der Teile des North Country und des Capital District umfasst, gilt als Swing‑Bezirk, in dem die Wähler häufig ihre Stimmen zwischen demokratischen und republikanischen Kandidaten aufteilen. Der Bezirk hat eine lange Tradition im Waffenbesitz, viele Einwohner besitzen Jagdlizenzen und halten Schusswaffen zum Sport und zur Selbstverteidigung.

Die Debatte über Waffenrechte ist im Bezirk ein umstrittenes Thema, wobei viele Wähler sich stark als pro‑Waffe oder anti‑Waffe identifizieren. Die National Rifle Association (NRA) und andere Waffenrechtsgruppen sind im Bezirk stark vertreten, und Kandidaten versuchen häufig, diese Wähler durch klare Positionen zu Waffenrechten zu gewinnen. Gleichzeitig gibt es im Bezirk eine beträchtliche Anzahl von Wählern, die Waffen­kontrollmaßnahmen unterstützen, insbesondere nach Massenerschießungen und anderen waffenbezogenen Tragödien.

Castellis Gegnerin, Abgeordnete Elise Stefanik, hat eine starke Bilanz in Bezug auf Waffenrechte und hat im Kongress gegen mehrere Waffen­kontrollmaßnahmen gestimmt. Stefanik erhielt zudem Unterstützungen von der NRA und anderen Waffenrechtsgruppen, was ihr bei Wählern, die Waffenrechte priorisieren, einen Vorteil verschaffen könnte. Castellis Kampagne versucht jedoch, Stefanik als abgehoben von den Wählern des Bezirks darzustellen, indem sie ihre Unterstützung für ein nationales verdecktes Tragen von Waffen und andere Maßnahmen hervorhebt, die von einigen Waffen­kontrollgruppen abgelehnt werden.

Die von March for Our Lives organisierte Kundgebung, an der Castelli teilnahm, wurde als Reaktion auf das Massaker an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida, ausgerufen. Die Kundgebung forderte ein breites Spektrum an Waffen­kontrollmaßnahmen, darunter flächendeckende Hintergrundüberprüfungen, ein nationales Register für Waffenverkäufe und ein Verbot des Waffenbesitzes für Personen unter 21. Tausende von Schülern und Aktivisten nahmen teil, und die Veranstaltung wurde als Schlüsselmoment in der Debatte über Waffen­kontrolle angesehen.

Castellis Unterstützung für das von Gouverneurin Hochul unterzeichnete Gesetz, das den Verkauf bestimmter Waffen an Personen unter 21 verbietet und Red‑Flag‑Gesetze stärkt, wird als bedeutender Schritt in der Waffen­kontrolldebatte gewertet. Das 2019 in Kraft getretene Gesetz stieß auf Ablehnung seitens der NRA und anderer Waffenrechtsgruppen, fand jedoch Unterstützung bei zahlreichen Waffen­kontrollorganisationen, darunter Moms Demand Action und die Brady Campaign to Prevent Gun Violence.

Mit Annäherung der Wahl werden die Wähler im 21. Bezirk von New‑York genau beobachten, wie Castelli das komplexe Thema Waffenrechte meistert. Angesichts der ausgeprägten Tradition des Waffenbesitzes und der kontroversen Natur der Debatte könnte Castellis Position erhebliche Auswirkungen auf seine Kampagne haben. Ob er konservative Wähler ansprechen kann, während er gleichzeitig die liberaleren Parteiteile berücksichtigt, bleibt abzuwarten, doch eines ist klar: Die Debatte über Waffenrechte wird ein zentrales Thema der bevorstehenden Wahl sein.