Unabhängige Berichterstattung · Deutsche Ausgabe
STATE BEACON

Moulton entschuldigt sich für Bemerkungen zu Trans‑Athleten, während er und Markey im Senatsvorwahl‑Debatte gegeneinander antreten

Jake Moulton entschuldigte sich im letzten demokratischen Senatsvorwahl‑Debatte in Massachusetts für umstrittene Äußerungen zu Trans‑Athleten, während er und Ed Markey über Politik, persönliche Vorwürfe und die Zukunft der Demokraten stritten.

Von Matthew Parker··
Moulton entschuldigt sich für Bemerkungen zu Trans‑Athleten, während er und Markey im Senatsvorwahl‑Debatte gegeneinander antreten

Der ehemalige Abgeordnete Jake Moulton nutzte die letzte demokratische Senatsvorwahl‑Debatte in Massachusetts, um sich für Äußerungen zu entschuldigen, die er in einem Interview mit der New York Times im November 2024 zu Trans‑Athleten gemacht hatte. Die Kommentare, die nahelegten, dass Demokraten ihren Umgang mit Trans‑Themen zurückhaltender gestalten sollten, lösten Kritik aus der Trans‑Gemeinschaft aus und veranlassten Moulton, zu sagen, er sei sorry, falls seine Worte verletzt hätten.

Entschuldigung und Bilanz zu Transgender‑Rechten

Im Verlauf der Debatte sagte Moulton zum Publikum, dass er das unter der Trump‑Administration erlebte Trauma von Trans‑Personen anerkenne und bedauere, welchen Schmerz seine früheren Aussagen verursacht haben könnten. Er betonte seine gesetzgeberische Unterstützung, indem er darauf hinwies, dass er den Transgender Bill of Rights eingebracht habe und von der Human Rights Campaign mit 100 Prozent bewertet wird.

Markeys Gegenangriff

Der amtierende Senator Ed Markey griff das Thema auf und beschuldigte Moulton, trans Jugendliche für die Niederlage der Demokraten bei der Wahl 2024 verantwortlich gemacht zu haben. Er sagte: „Er hat diese Kinder für die Niederlage verantwortlich gemacht. Er hat sie unter den politischen Bus geworfen." Markey stellte sich als verlässlichere Verbündete dar und verwies auf die Unterstützung durch die Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren.

Politischer Schlagabtausch jenseits von Geschlechterthemen

In der Debatte wurden zudem Gesundheitssystem, Einwanderung und Außenpolitik behandelt. Beide Kandidaten bezeichneten sich selbst als progressiv, warfen sich jedoch gegenseitig Vorwürfe wegen angeblicher Mäßigung zu. Moulton kritisierte Markey für seine Stimme zum Irak‑Krieg, während Markey Moultons Unterstützung des Billionen‑Dollar‑Verteidigungsbudgets der Trump‑Administration hervorhob. Beim Thema Einwanderung versprachen beide, ICE abzuschaffen, und beide setzten sich für ein nach Obama gestaltetes Atomabkommen mit dem Iran ein.

Persönliche Vorwürfe

Markey warf Moulton vor, sich durch „unrechtmäßig erlangte Gewinne" aus Private‑Equity‑Geschäften bereichert zu haben. Als Gegenreaktion meinte Moulton, Markey verbringe mehr Zeit in Maryland als in Massachusetts, stelle die finanziellen Angaben des Senators infrage und bringe die Schatten der Epstein‑Akten ins Spiel, ein Vorwurf, den Markey zurückwies.

Bedeutung im größeren Kontext

Der am 1. September geplante Wahlkampf wird als Barometer für die innerparteiliche Debatte der Demokraten über progressive Politiken beobachtet. Moultons ursprüngliche Äußerungen entstanden aus einer Nachanalyse der Wahl 2024, die er als Hinweis darauf deutete, dass die Partei zu weit nach links gerückt sei. Seitdem haben viele Demokraten zunehmend progressive Positionen eingenommen, und Themen wie Transgender‑Rechte und das Gesundheitssystem dürften die Präsidentschaftsvorwahl 2028 prägen.

Das republikanische Feld bleibt dünn, da John Deaton bislang keine nennenswerte Unterstützung gewonnen hat. Dennoch könnte die Stimmung in der demokratischen Vorwahl von Republikanern in anderen Bundesstaaten genutzt werden, um die Partei als abgekoppelt von den Wählern des Mainstreams darzustellen. Vorläufig bleibt der Fokus auf dem innerparteilichen Kampf, während Moulton und Markey in den kommenden Wochen weiter für sich werben.

Erstmals gemeldet von der Quelle.