Abdul El‑Sayed, der demokratische Kandidat für den US‑Senat aus Michigan, hat einen zweiseitigen Auszug seiner Steuererklärung 2025 veröffentlicht. Das Dokument weist ein Gesamteinkommen von 686.069 $ aus, ein Betrag, der ihn zu den Top‑1‑Prozent der Verdiener im Bundesstaat zählt.
Aufschlüsselung des offengelegten Einkommens
Der Auszug verzeichnet 292.000 $ als „zusätzliches Einkommen" und 262.000 $ an Kapitalgewinnen. Es wurden weder Schedule 1 noch Schedule D Formulare bereitgestellt, sodass die genaue Zusammensetzung dieser Beträge unklar bleibt.
In einem Interview mit einem NBC‑Affiliate sagte El‑Sayed, das „zusätzliche Einkommen" stamme aus seinem Podcast America Dissected und aus der psychiatrischen Praxis seiner Frau, Mind Work Psychiatry. Die Kapitalgewinne führe er auf ein Grundstück zurück, das den Eltern seiner Frau gehört, ohne weitere Details zur Transaktion zu nennen.
Vergleich mit Landes‑ und Stadtdurchschnitt
Laut IRS‑Daten liegt das mittlere Haushaltseinkommen in Michigan bei 68.500 $. El‑Sayeds Einkommen ist damit mehr als achtzehnmal höher als dieser Median. In Detroit, wo der Median 38.000 $ beträgt, ist sein Einkommen etwa sechsundvierzigmal höher. Die Diskrepanz ist bemerkenswert, da seine Kampagne stark auf die Bekämpfung wirtschaftlicher Ungleichheit setzt.
Einkommenszusammensetzung im Vergleich zu nationalen Mustern
Landesweit stammen etwa 60 % des persönlichen Einkommens aus Löhnen. El‑Sayeds Erklärung zeigt nur 19 % aus Löhnen, während 40 % aus Kapitalgewinnen stammen, ein Anteil, der weit über dem nationalen Durchschnitt liegt.
Immobilienbesitz und frühere Einkünfte
Die finanzielle Offenlegung listet zwei Mietobjekte, eines in Ann Arbor und ein weiteres in Indien, mit einem Gesamtwert von bis zu 750.000 $ auf. Die Herkunft der Kapitalgewinne 2025 bleibt unerklärt. Im Gouverneurswahlkampf 2018 gab El‑Sayed ein Einkommen von 237.000 $ an, das um 25.000 $ niedriger ist als die in 2025 ausgewiesenen Kapitalgewinne.
Politische und persönliche Prüfung
Die demokratische Konkurrentin Haley Stevens und weitere Kritiker haben den Zeitpunkt der Offenlegung sowie die fehlende vollständige Transparenz hinterfragt. El‑Sayed machte die Verzögerung auf die Komplexität seiner ausländischen Immobilienbesitze zurück.
Auch seine privaten Ausgaben ziehen Aufmerksamkeit auf sich. Öffentliche Auftritte zeigten ihn mit einer 4.000 $ teuren Sinn U1 SE Uhr und einer 10.000 $ teuren Omega Speedmaster Moon Phase Chronograph. Das Washington Free Beacon berichtete, dass die psychiatrische Praxis seiner Frau keine Versicherungen akzeptiere und Patienten aus eigener Tasche zahlen müssten, ein Punkt, der im Widerspruch zu El‑Sayeds öffentlicher Unterstützung für „Medicare for All" steht.
Erstmals berichtet vom Washington Free Beacon.
