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STATE BEACON

MBA-Programm der Missouri State University mit chinesischen Verteidigungsbeamten verknüpft, Untersuchung ergibt

Eine neue Untersuchung deckt auf, dass das MBA-Programm der Missouri State University seit 1999 von einer chinesischen Regierungsdelegation initiiert und mit staatlichen Mitteln aus China und den USA finanziert wurde.

Von Michael Turner··
MBA-Programm der Missouri State University mit chinesischen Verteidigungsbeamten verknüpft, Untersuchung ergibt

Strategy Risks hat eine Untersuchung mit dem Titel Heartland For Hire veröffentlicht, die ein über zwanzig Jahre altes MBA-Programm der Missouri State University untersucht. Der Bericht gibt an, dass der Kurs 1999 auf Wunsch einer chinesischen Regierungsdelegation konzipiert wurde und seitdem mehr als 1.500 Manager für chinesische staatliche Unternehmen und Regierungsbehörden ausgebildet hat.

Gezielte Rekrutierung und Finanzierungsstruktur

Laut chinesischem Rekrutierungsmaterial aus dem Jahr 2014 betrugen die Gesamtkosten des Abschlusses 108.000 US‑Dollar. Die chinesische Regierung übernahm die Hälfte dieses Betrags, die Studierenden selbst zahlten 27.000 US‑Dollar, ein Viertel der Summe, und ein Zuschuss der US‑Regierung soll das verbleibende Viertel finanziert haben. Öffentliche Informationen der Universität deuten darauf hin, dass chinesische Teilnehmende möglicherweise über 75.000 US‑Dollar pro Abschluss zahlen und dass die Universität keine direkten Ausgaben für das Programm hat. Im Vergleich dazu liegen die Studiengebühren für ein MBA‑Programm für Studierende aus anderen Bundesstaaten bei Missouri State bei etwa 34.000 US‑Dollar.

Das Programm wurde angeblich mit Beteiligung mehrerer chinesischer Staats‑ und Parteiorgane verwaltet, darunter die State‑owned Assets Supervision and Administration Commission. Bewerberinnen und Bewerbern soll eine bevorzugte Zulassung gewährt worden sein, etwa durch den Verzicht auf Englisch‑Sprachanforderungen, und konsularische sowie außenministerielle Unterlagen zeigen Kontakte auf hoher Ebene zwischen chinesischen Diplomaten und der Universitätsleitung.

Einnahmen und Finanzströme

Ein Blogbeitrag des Universitätspräsidenten aus dem Jahr 2011 prognostizierte, dass die auf China ausgerichteten Bachelor‑ und Masterprogramme etwa 5,85 Millionen US‑Dollar Bruttoeinnahmen aus 569 Studierenden generieren würden, wobei der EMBA‑Zweig rund 1,3 Millionen US‑Dollar hinzufügt. Finanzierungsunterlagen des Office of Research Administration der Universität zeigen, dass zwischen den Geschäftsjahren 2007 und 2020 Förderanträge in Höhe von mehr als 18 Millionen US‑Dollar an eine Einrichtung namens IMEC gestellt wurden, die als privater Vermittler zwischen dem chinesischen Staat und der Universität beschrieben wird.

Ergebnisse der Alumni und Sanktionen

Die Untersuchung stellt fest, dass Absolventinnen und Absolventen des Programms in leitende Positionen der chinesischen Verteidigungsindustrie, strategischer Lieferketten und Unternehmen für Überwachungstechnologie aufgestiegen sind. Einige ehemalige Studierende wurden wegen Unterstützung der Volksbefreiungsarmee oder wegen Bereitstellung von Technologie für Russland sanktioniert.

Reaktion der Universität

Missouri State University hat vor der Veröffentlichung des Berichts nicht auf Anfragen von Strategy Risks reagiert. Ein Sprecher der Universität gab später eine Erklärung ab, in der behauptet wird, dass keine Steuergelder für das Programm verwendet wurden und dass das Curriculum ein konventionelles Business‑Programm sei, für das es keinerlei Hinweise auf Spionage, Diebstahl von geistigem Eigentum, Fehlverhalten oder verwandte Beschwerden gebe.