Die Massachusetts Teachers Association (MTA) wählte Deb Gesualdo zur Vizepräsidentin und Matt Bach zum Präsidenten bei einer kürzlich abgehaltenen Versammlung. Beide Amtsträger gehören zu „Educators for a Democratic Union", einer progressiven Fraktion innerhalb der MTA, die ihr Ziel als Aufbau einer sozial‑justizorientierten Bewegung und das Zerstören unterdrückender Strukturen innerhalb der Gewerkschaft und darüber hinaus beschreibt.
Gesualdo, die zudem Mitglied der Democratic Socialists of America ist, hat die Vereinigten Staaten wiederholt als faschistische Oligarchie bezeichnet und nationale Grenzen als von Kolonisatoren geschaffene Konstruktion dargestellt. Sie forderte Aufstände gegen die Regierung, die sie ein faschistisches Amerika nennt, propagierte einen klassenbasierten Konflikt und nutzte Kinderserie‑Bilder, um extrem linke und sozialistische Ideen zu verbreiten. Außerdem unterstützte sie einen Beschluss, der Israel beschuldigte, in Gaza einen Völkermordangriff auszuüben.
Die Wahl von Gesualdo und Bach hat Bedenken hinsichtlich der Haltung der MTA zu anti‑israelischen Aktionen und Antisemitismus ausgelöst. Der frühere MTA‑Präsident Max Page geriet in die Kritik, weil er Lehrkräften ein Bild eines Dollarscheins, zu einem Davidstern gefaltet, verteilte, ein Bild, das der Abgeordnete Simon Cataldo als antisemitisch bezeichnete. Die National Education Association, mit der die MTA verbunden ist, hat Beschwerden erhalten, in denen Antisemitismus vorgeworfen wird.
Das Louis D. Brandeis Center reichte im vergangenen Monat eine Bürgerrechtsbeschwerde bei der Equal Employment Opportunity Commission ein und behauptete, die Gewerkschaft habe ein antisemitisches Umfeld für ihre jüdischen Mitglieder geschaffen. Die Beschwerde verstärkt die zunehmende Prüfung der MTA‑Führung und ihrer Nähe zu extrem linken Positionen, die von vielen Beobachtern als feindlich gegenüber Israel und potenziell feindlich gegenüber jüdischen Pädagogen angesehen werden.
