Graham Platton, der demokratische Kandidat für den US‑Senat aus Maine, kündigte am Freitag seinen Rückzug an, nachdem Vergewaltigungsvorwürfe aufgetaucht waren. In seinem letzten öffentlichen Kommentar sagte er: „F*ck ICE. Free Palestine." Der abrupte Rückzug hat die Rolle zweier Hinter‑den‑Kulissen‑Figuren, Morris Katz und Daniel Moraff, in den Vordergrund gerückt, die Plattons rasanten Aufstieg organisierten.
Wer sind die Architekten?
Morris Katz, 27, erlangte erstmals nationale Aufmerksamkeit, indem er Zohran Mamdani 2021 zum Sitz im New‑York‑City‑Council verhalf. Später rekrutierte er Platton und produzierte ein virales Video, das den arbeitslosen Unternehmer als Verfechter der Arbeiterklasse darstellte. Die New York Times bemerkte später: „Wie Herr Mamdani ist Herr Katz ein Kind der neuen‑yorker Kulturelite, spricht jedoch fließend anti‑elitärer Rhetorik", und hob damit seinen paradoxen Hintergrund hervor.
Zur Familiengeschichte von Katz gehört sein Großvater Harry Jay Katz, eine extravagante Persönlichkeit, die mit dem verurteilten Mörder Ira Einhorn in Verbindung steht. Daniel Moraff, 34, ist Absolvent von Yale und Brown und hat sich als Rekrutierer von Kandidaten positioniert, die Israel und den Kapitalismus ablehnen. Zu Beginn von Plattons Kampagne verglich er den Geschäftsmann aus Maine mit dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama, wobei er die üblichen Prüfverfahren umging.
Kontroversen um die Strategen
Beide Männer stehen nun erneut wegen ihres Urteilsvermögens unter Beobachtung. Berichten zufolge drohte Katz einem ehemaligen Platton‑Mitarbeiter, um Geschichten über die außerehelichen Aktivitäten des Kandidaten zum Schweigen zu bringen. Moraffs eigene Bilanz beinhaltet seine Entlassung aus der Kampagne von Summer Lee (D., Pa.) im Jahr 2022 nach Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens. Ein ehemaliger Organisator beschrieb ihn als jemand, dem „Grenzen im Umgang mit Frauen fehlen und dem es an einem ethischen Kodex mangelt".
Kolumnist Matthew Yglesias bezeichnete Moraff einst als „neue Kraft in der Politik", doch seine Beteiligung an Plattons Kampagne wird nun infrage gestellt.
Folgen für die Demokratische Partei
Die Episode verdeutlicht die Risiken, die mit der jüngsten Hinwendung der Demokratischen Partei zu ungeprüften Außenseiter‑Operativen verbunden sind. Während Katz und Moraff sich als progressive Innovatoren präsentierten, hat ihre Verbindung zu einem Kandidaten, der ein Nazi‑Tattoo trägt und mit Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert ist, Zweifel an der Verantwortlichkeit innerhalb elitärer politischer Kreise geweckt. Beobachter vermuten, dass der Skandal den Vorstoß der Partei, ihre Basis zu jüngeren, radikaleren Kandidaten zu bewegen, verzögern könnte.
Erstmals gemeldet durch das Quellmaterial.
