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Maine‑Senatskandidat: Anti‑Lobby‑Botschaft durch fast 200.000 Pfund Lobby‑Einnahmen seines Sohnes untergraben

Trotz seines Versprechens, teure Lobbyisten zu bekämpfen, hat der demokratische Senatskandidat aus Maine durch die fast 200 000 Pfund schweren Lobbyaufträge seines Sohnes einen Glaubwürdigkeitsverlust erlitten.

Von Matthew Parker··
Maine‑Senatskandidat: Anti‑Lobby‑Botschaft durch fast 200.000 Pfund Lobby‑Einnahmen seines Sohnes untergraben

Troy Jackson, der demokratische Kandidat, der versucht, die republikanische Amtsinhaberin Susan Collins zu stürzen, hat seine Senatskampagne um das Versprechen gebaut, „teure Lobbyisten und Unternehmensgier" einzudämmen. Doch staatliche Ethikberichte zeigen, dass sein Sohn, Chace Jackson, fast £200.000 an Lobbygebühren von genau dem Senat erwirtschaftete, den sein Vater leitete.

Familienbande und finanzielle Zahlen

Jackson, ein fünfte Generation Holzfäller, der sich selbst als „Stimme der Arbeiterklasse" bezeichnet, war von 2018 bis 2024 Vorsitzender des Maine Senate. 2022 trat sein 35‑jähriger Sohn der Resurgam Group bei, einer Lobbyfirma, die von Jacksons ehemaligem Stabschef B.J. McCollister gegründet wurde. Bis Ende 2024 meldete das Unternehmen Einnahmen von £182,500 aus neun Mandanten, darunter der in London ansässige Spirituosenriese Diageo, Hersteller von Johnnie Walker.

Mandanten und politische Schwerpunkte

Im selben Jahr umfasste Resurgams Mandantenliste ebenfalls den Autoteile‑Lieferanten LKQ Corporation und die Maine Gun Safety Coalition, die ein Verbot von Sturmgewehr‑ähnlichen Waffen und „Red‑Flag"-Gesetze fordert. Letzteres entspricht einer bemerkenswerten Wende in Troy Jacksons eigenem Abstimmungsverhalten: Nach jahrelanger Unterstützung der NRA befürwortete er 2023 und 2024 Maßnahmen zur Waffenkontrolle.

Chace Jackson lobbyte zudem für LD 1695, ein Gesetz, das direkte Lieferungen von Spirituosen an Verbraucher in Maine ermöglichen soll. Diageo unterstützte den Gesetzentwurf, während die Wine and Spirits Wholesalers of America argumentierten, er benachteilige einheimische Brennereien. Der Senat verabschiedete den Vorstoß unter der Führung von Troy Jackson, doch im Repräsentantenhaus kam er später zum Stillstand.

Reaktion der Kampagne und ethischer Kontext

Jacksons Kampagne betont, dass das Geld an die Lobbyfirma und nicht direkt an seinen Sohn gezahlt wurde, und bekräftigt sein Bekenntnis, „unser kaputtes System" für arbeitende Familien zu reparieren. Ethik‑Kommentatoren weisen darauf hin, dass familiäre Verbindungen zur Lobbyarbeit in der Landespolitik zwar üblich seien, der Umfang des Jackson‑Falls jedoch besondere Aufmerksamkeit erregt habe.

Nachdem Troy Jackson die Legislative verlassen hatte, sank Chaces Lobbytätigkeit stark, 2023 hatte er fünf Mandanten und 2026 keine aufgezeichnet. Im Januar 2024 fusionierte Resurgam mit Frame Strategies, wobei McCollister Präsident des neuen Unternehmens wurde. Die fusionierte Firma führt die Senatskampagne von Troy Jackson als Mandanten auf.

Susan Collins hat sich zu den Lobbyoffenlegungen nicht geäußert. Jackson sicherte sich die demokratische Nominierung, nachdem der vorherige Kandidat nach einer Anschuldigung wegen sexueller Gewalt zurückgetreten war. Erstmalig berichtet vom Source Report.