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Kalifornischer Gouverneur fordert Verfassungsverbot für halbautomatische Gewehre

Kalifornischer Gouverneur Gavin Newsom will die US‑Verfassung ändern, um halbautomatische Gewehre zu beschränken und strengere Kontrollen einzuführen.

Von Emily Brooks··
Kalifornischer Gouverneur fordert Verfassungsverbot für halbautomatische Gewehre

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat einen Plan vorgestellt, die Verfassung der Vereinigten Staaten zu ändern, um strenge Beschränkungen für den Besitz und die Nutzung halbautomatischer Gewehre, darunter das weit verbreitete AR‑15, einzuführen. Der Gesetzentwurf würde zudem für jeden Waffenkauf Hintergrundprüfungen vorschreiben, das Mindestalter für den Erwerb von Schusswaffen anheben und eine verpflichtende Wartezeit einführen.

Begründung und Zahlen

Newsom erklärte, der Vorschlag sei eine Reaktion auf den jüngsten Anstieg von Morden und Amokläufen und sei nötig, um die von der Verfassung angestrebte „vollkommenere Union" zu schaffen. Er betont, dass die Änderungen den Second Amendment nicht aufheben, sondern die Tradition des Waffenbesitzes in Amerika bewahren würden.

Laut einer Studie von 2021 befinden sich etwa 44 Millionen AR‑15 in den USA im Umlauf, neben Millionen weiterer halbautomatischer Gewehre, die Privatpersonen besitzen. FBI‑Daten für 2019 zeigen, dass Gewehre jeglicher Art in nur 364 der 13 927 in diesem Jahr registrierten Morde verwendet wurden, während Messer bei 1 476 Tötungen die bevorzugte Waffe waren.

Widerstand von Waffenrechtsgruppen

Waffenrechtsorganisationen haben stark reagiert. Erich Pratt, Senior Vice President von Gun Owners of America, warnte, dass die Änderung Teil einer umfassenderen Anstrengung sei, den Second Amendment abzuschaffen, und sagte: „Wir haben stets diejenigen gewarnt, die ihre von Gott gegebenen Freiheiten schätzen, dass das Endziel der Anti‑Waffengegner die Abschaffung des Second Amendment sei."

Kritiker argumentieren, dass die Maßnahme verfassungsrechtliche Freiheiten verletze und bezweifeln, welchen Einfluss sie auf die allgemeine Waffengewalt haben werde.

Politische Hürden

Selbst wenn der Vorschlag an Zustimmung gewinnt, steht er vor einem schwierigen Verfahrensweg. Eine Verfassungsänderung durch eine Konvention erfordert die Zustimmung von zwei Dritteln der Landesparlamente. Im Jahr 2023 kontrollieren die Demokraten nur 19 der 50 Landesparlamente vollständig, sodass die Aussicht, die notwendige Supermehrheit zu erreichen, gering ist.

Einige liberale Kommentatoren äußerten Skepsis und bezeichneten den Plan als weitgehend symbolische Geste, die darauf abziele, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen.

Motivation und weiterreichende Folgen

Als er die Verfassungsänderung ankündigte, verwies Newsom die Zuschauer auf die Website eines politischen Aktionskomitees, das er im März gegründet hatte, ein Instrument, das potenziell eine zukünftige Präsidentschaftskampagne finanzieren könnte. Das hat Spekulationen ausgelöst, ob die Initiative vor allem vom Wunsch getrieben ist, die Waffengewalt zu reduzieren, oder von persönlichem politischen Ehrgeiz.

Man rechnet damit, dass die Debatte intensiver wird, sobald der Vorschlag weiter voranschreitet, wobei beide Seiten überzeugende Argumente zu öffentlicher Sicherheit, verfassungsrechtlichen Rechten und den praktischen Auswirkungen einer solchen Änderung vorbringen. Das Ergebnis wird weitreichende Folgen für Waffenbesitzer, Strafverfolgungsbehörden und die breite amerikanische Bevölkerung haben und dürfte zu einem zentralen Thema der bevorstehenden Wahlen werden.

Erstmals berichtet von der Quelle.