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STATE BEACON

Kaliforniens strenge Waffenregeln verhindern keine Massenerschießungen, Debatte über bundesweite Gesetzgebung entflammt

Drei Erschießungen in Kalifornien zeigen, dass selbst die strengsten staatlichen Waffengesetze Massenangriffe nicht verhindern können.

Von Emily Brooks··
Kaliforniens strenge Waffenregeln verhindern keine Massenerschießungen, Debatte über bundesweite Gesetzgebung entflammt

Drei getrennte Schießereien in Kalifornien haben die Nation schockiert und die Debatte darüber neu entfacht, ob strengere bundesweite Waffengesetze solche Tragödien verhindern könnten. Die Vorfälle ereigneten sich trotz des Rufs des Bundesstaates, einige der rigorosesten Schusswaffen‑Regelungen in den USA zu besitzen.

Was die Angriffe offenbaren

Der erste Angriff wurde mit einem illegalen Sturmgewehr verübt, das mit einem verbotenen Schalldämpfer und einem 30‑Schuss‑Magazin ausgestattet war. Im zweiten Fall besaß der Schütze eine legal registrierte Waffe, die jedoch ebenfalls mit einem 30‑Schuss‑Magazin versehen war, das nach kalifornischem Recht verboten ist. Der dritte Vorfall wird vermutlich durch eine Banden­konfrontation ausgelöst; die eingesetzte Waffe wurde bislang nicht identifiziert.

Alle drei Ereignisse verdeutlichen, dass die eingesetzten Waffen entweder bereits nach staatlichem Recht verboten waren oder mit kriminellen Aktivitäten in Verbindung standen, die legale Wege umgehen.

Politische Reaktion

Gouverneur Gavin Newsom (D., Calif.) und Abgeordnete Nancy Pelosi (D., Calif.) haben beide strengere nationale Waffengesetze gefordert und argumentieren, dass Maßnahmen auf Landesebene allein Massenschützen nicht abhalten können. Ihre Haltung spiegelt einen breiteren Vorstoß vieler Politiker wider, die bundesweite Kontrollen zu verschärfen.

Expert*innen‑Analyse und Daten

Forscher*innen des Rockefeller Institute of Government argumentieren, dass die Belege die Annahme nicht stützen, dass strengere Waffengesetze automatisch Massenerschießungen verhindern. Sie weisen darauf hin, dass die meisten bestehenden Vorschriften, einschließlich Verbote für Sturmgewehr‑ähnliche Waffen, die Häufigkeit solcher Angriffe nicht nachweislich reduziert haben.

Eine Studie des Justizministeriums aus dem Jahr 2016 ergab, dass 43 Prozent der Kriminellen ihre Schusswaffen auf dem Schwarzmarkt beschafften, während nur 10 Prozent sie von lizenzierten Händlern kauften. Das deutet darauf hin, dass illegale Kanäle nach wie vor eine bedeutende Waffenquelle für Gewalttäter sind.

Kaliforniens Bilanz unter strenger Regulierung

Trotz einer um 37 Prozent unter dem nationalen Durchschnitt liegenden Waffen‑Todesrate verzeichnet der Staat weiterhin höhere Werte von Gewaltverbrechen als das Land insgesamt. Die Zahl der waffenbezogenen Tötungen stieg zwischen 2019 und 2021 um 52 Prozent, was zeigt, dass strenge Gesetze nicht automatisch zu niedrigeren Mordraten führen.

Rechtlicher Rahmen

Der zweite Verfassungszusatz der Vereinigten Staaten garantiert das Recht, Waffen zu tragen, doch dieses Recht ist nicht absolut und kann einer angemessenen Regulierung unterliegen. Die Bundeskompetenz zur Regelung von Schusswaffen leitet sich aus der Handelsklausel ab, und der Kongress hat mehrere zentrale Gesetze erlassen, insbesondere das Gun Control Act von 1968 und das Brady Handgun Violence Prevention Act von 1993.

Die Gesetze der einzelnen Bundesstaaten variieren stark; Kalifornien verbietet eine Reihe von Waffen und Zubehör, während andere Staaten permissivere Regelungen beibehalten. Oberste Gerichtsentscheidungen wie District of Columbia v. Heller (2008) und McDonald v. City of Chicago (2010) bestätigten das individuelle Recht auf Waffenbesitz, erlaubten jedoch gleichzeitig staatliche und föderale Beschränkungen.

Grenzen der Gesetzgebung

Waffengesetze erfüllen wichtige Funktionen: Sie halten bestimmte Waffen aus den Händen von Kriminellen und psychisch Kranken und helfen, Unfallschüsse, insbesondere mit Kindern, zu verhindern. Die jüngsten Vorfälle in Kalifornien zeigen jedoch, dass Gesetze allein entschlossene Personen nicht davon abhalten können, verbotene Waffen zu beschaffen oder Gewalt anzuwenden.

Weitergehende Überlegungen

Analyst*innen argumentieren, dass ein differenzierter Ansatz nötig ist, einer, der sozioökonomische Bedingungen, psychische Gesundheitsversorgung und den illegalen Waffenmarkt neben regulatorischen Reformen adressiert. Ohne die Behandlung dieser zugrunde liegenden Faktoren riskieren neue Gesetze, wirkungslos zu bleiben.

Internationaler Kontext

Für kanadische Leser*innen ist der Kontrast deutlich. Kanada setzt strengere Waffenkontrollen um und verzeichnet eine deutlich niedrigere Gewalt­rate mit Schusswaffen. Aktuelle kanadische Gesetzgebung, etwa Bill C‑71, zielt darauf ab, Hintergrundüberprüfungen zu verschärfen und die Dokumentation von Schusswaffen zu verbessern, was das Bestreben nach kontinuierlicher Politik‑Verfeinerung widerspiegelt.

Die Schießereien in Kalifornien erinnern daran, dass Waffengewalt ein globales Problem ist, das umfassende, vielschichtige Lösungen erfordert.

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