Die Israel Defence Forces (IDF) sagte, ein Präzisionsluftschlag im zentralen Gazastreifen habe Ahmed Samir Muhammad Washah, einen 25‑jährigen Einwohner Gazas, getötet, den sie als Hamas‑Terroristen und gleichzeitig als Fotojournalisten für Al Jazeera bezeichnete. Die Operation habe zudem zwei weitere Hamas‑Operative eliminiert, darunter Sabai Zaher Abd al‑Hamid Abu Hasna, der als Nukhba‑Kommando der militärischen Flügel von Hamas identifiziert wurde.
Nach Angaben der IDF war Washah an der Planung von Scharfschützenangriffen und anderen feindlichen Aktionen gegen israelische Truppen in Gaza beteiligt. Das Militär erklärte, der Angriff sei Teil einer intensivierten Verteidigungskampagne, die sich gegen Hamas‑Personal richte.
Al Jazeera habe jede Verbindung ihres Personals zu terroristischen Gruppen abgestritten und das Töten eines Journalisten verurteilt. Das Netzwerk veröffentlichte eine Nachrufmitteilung für Washah, in der seine Tätigkeit als Kameramann für Al Jazeera Mubasher und seine Zusammenarbeit mit seinem verstorbenen Bruder, einem Al Jazeera Mubasher‑Korrespondenten, der am 8. April getötet wurde, hervorgehoben wurde. Der Nachruf erwähnte nicht seine angebliche Hamas‑Mitgliedschaft und beschuldigte Israel, gezielt einen aktiven Journalisten ins Visier genommen zu haben.
Israel behaupte wiederholt, dass zahlreiche Personen, die sich in Gaza als Journalisten ausgeben, in Wirklichkeit Kämpfer seien. Das Land gebe an, dass mindestens ein halbes Dutzend Al Jazeera‑Mitarbeiter und mehr als 150 weitere Personen in diese Kategorie fallen. Das Committee to Protect Journalists (CPJ), eine in New York ansässige Interessenvertretung, habe stillschweigend mehrere Namen aus seiner häufig zitierten Liste von im Gazastreifen getöteten Journalisten entfernt. Mindestens sechs Einträge wurden ohne Kommentar gelöscht, darunter ein Mitglied des Jabalia‑Bataillons von Hamas, ein Kämpfer der Islamischen Dschihad und ein Kommandant der Nasser‑Salah‑Al‑Din‑Brigaden.
Kritiker werfen Al Jazeera seit langem eine Sympathie für extremistische Gruppen vor. Das Netzwerk sei während des zweiten Golfkriegs als Ablageort für al‑Qaeda‑Geisel‑ und Enthauptungsvideos gedient worden, eine Anschuldigung, die es zurückweist.
