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STATE BEACON

Handelsmaßnahmen aus der Trump‑Ära zwingen chinesisches Solarunternehmen zum US‑Exit

Das One Big Beautiful Bill‑Gesetz der Trump‑Administration zwingt das chinesisch‑geführte Boviet Solar zum Rückzug aus den USA.

Von Daniel Reed··
Handelsmaßnahmen aus der Trump‑Ära zwingen chinesisches Solarunternehmen zum US‑Exit

Das One Big Beautiful Bill‑Gesetz, das von der Trump‑Administration verabschiedet wurde, hat Boviet Solar zum Rückzug vom US‑Markt gezwungen. Das Gesetz untersagt chinesisch‑geführten Unternehmen, Subventionen nach dem Inflation Reduction Act zu erhalten, eine Beschränkung, die das Unternehmen als unmöglich für einen Fortbestand der US‑Geschäfte bezeichnet.

Hintergrund der Subvention

Im Jahr 2024 kündigte Roy Cooper, inzwischen demokratischer Kandidat für den offenen Senatssitz von North Carolina, ein Anreizpaket von 32,6 Millionen Dollar von Bund und Ländern an, das Boviet beim Bau einer Fabrik im Bundesstaat unterstützen sollte. Das Paket wurde als Auftrieb für ein „internationales Unternehmen für erneuerbare Energien" präsentiert, das 900 neue Arbeitsplätze schaffen würde.

Zum damaligen Zeitpunkt wurde das Ausmaß des Eigentums an Boviet nicht offengelegt. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Boway Group, einem milliardenschweren chinesischen Konglomerat mit engen Verbindungen zur Kommunistischen Partei Chinas. Der Vorsitzende der Boway Group, Xie Shicai, ist Parteimitglied und war Mitglied des 13. Nationalen Volkskongresses.

Konflikt in der Handelspolitik

Das One Big Beautiful Bill‑Gesetz der Trump‑Administration führte eine Bestimmung ein, die chinesisch‑geführten Unternehmen den Zugang zu Subventionen nach dem Inflation Reduction Act verwehrt. Die Führungskräfte von Boviet sagen, diese Klausel habe die Entscheidung zum US‑Marktausstieg unmittelbar ausgelöst.

Berichten zufolge verhandelt die Boway Group über den Verkauf von Boviet an ein indisches Unternehmen für 254 Millionen Dollar und führt dabei „unakzeptable Verluste" an, die durch die neuen US‑Politiken entstanden seien.

Kritik von einheimischen Befürwortern

Nick Iacovella, Executive Vice President der Coalition for a Prosperous America, beschuldigte Cooper, Steuerzahlergelder zur Subventionierung der chinesischen Solarindustrie zu verwenden. Er sagte: „Gouverneur Cooper hat die staatlich subventionierte Solarindustrie Chinas fälschlich in North Carolina willkommen geheißen und sogar die Verwendung von Steuergeldern zu ihrer Unterstützung bejubelt", und fügte hinzu, dass die Beschränkungen des One Big Beautiful Bill für ausländische Unternehmen Boviet gezwungen hätten, seine chinesische Eigentümerschaft zu entwirren.

Iacovella wies zudem darauf hin, dass Boviet 2023 vom Handelsministerium der Biden‑Administration wegen angeblicher Umleitung chinesisch hergestellter Solarmodule über Vietnam zur Umgehung US‑Anti‑Dumping‑Zöllen untersucht wurde. Obwohl das Unternehmen freigesprochen wurde, verhängte die Trump‑Administration im April 2025 ein Zoll von 160 Prozent auf die vietnamesischen Importe von Boviet.

Politische Reaktion

Coopers Wahlkampf verteidigt die Subvention weiterhin und argumentiert, dass die versprochenen Arbeitsplätze und niedrigeren Energierechnungen den Bewohnern von North Carolina zugutekommen würden. Ein Sprecher des Kampagnenteams sagte, der Gouverneur habe „erfolgreich große Unternehmen in unseren Bundesstaat geholt, um tausende Arbeitsplätze zu schaffen, die Energierechnungen zu senken und das Geld in die Taschen arbeitender Familien zu bringen, während North Carolina in drei der letzten vier Jahre zum besten Bundesstaat für Unternehmen wurde."

Der Ausstieg von Boviet wird von einigen als Bestätigung der Handelspolitik der Trump‑Administration gefeiert, die darauf abzielt, amerikanische Industrien vor dem, was sie als unfaire Konkurrenz durch staatlich subventionierte chinesische Unternehmen bezeichnet, zu schützen.

Auswirkungen auf den US‑Solarsektor

Der Austritt fügt dem bereits durch die anhaltenden US‑China‑Handelsspannungen belasteten US‑Solarmarkt eine weitere Unsicherheitskomponente hinzu. Analysten warnen, dass die Kombination aus Zöllen, Subventionsbeschränkungen und Unternehmensabgängen das Wachstum des Sektors bremsen könnte.

Wahlrelevanz

Da der Senatsposten in North Carolina immer heißer umkämpft wird, wird die Handelspolitik voraussichtlich eine zentrale Rolle in den Wahldebatten spielen. Die Wähler werden beobachten, wie die Kandidaten das Gleichgewicht zwischen der Anziehung ausländischer Investitionen, dem Schutz heimischer Arbeitsplätze und der Bewältigung komplexer internationaler Handelsregeln finden.