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Duke University suspendiert Studenten‑gruppe für Gerechtigkeit in Palästina wegen umstrittener Karikatur

Die Verwaltung der Duke University hat die Studenten‑gruppe für Gerechtigkeit in Palästina suspendiert und ihre Finanzierung gestoppt, nachdem ein umstrittenes Instagram‑Bild veröffentlicht wurde.

Von Daniel Reed··
Duke University suspendiert Studenten‑gruppe für Gerechtigkeit in Palästina wegen umstrittener Karikatur

Die Verwaltung der Duke University hat beschlossen, das Campus‑Kapitel der Students for Justice in Palestine (SJP) zu suspendieren und seine Finanzierung einzufrieren, weil angebliche Belästigungen gegen die Richtlinie der Institution zu verbotener Diskriminierung, Belästigung und verwandtem Fehlverhalten verstoßen hätten.

Was die Maßnahme auslöste

Die Entscheidung folgt auf zehn Studentenbeschwerden, die beim Office of Institutional Equity eingereicht wurden und sich auf eine von der Gruppe auf Instagram geteilte Illustration beziehen. Das Bild zeigt zwei Schweine: eines mit dem Aufdruck „Zionism" und einem Davidstern, das andere mit dem Aufdruck „U.S. Imperialism" und der Fackel der Freiheitsstatue. Obwohl die Karikatur ursprünglich 1970 in einer Zeitung der Black Panther Party veröffentlicht wurde, wurde ihr Einsatz im Jahr 2024 von den Beschwerdeführern als beleidigend bewertet.

Reaktion der Universität

Beamte des Student Affairs erklärten, die Illustration stelle eine Form von Belästigung dar und rechtfertige daher die Suspendierung der Organisation sowie den Entzug ihrer finanziellen Unterstützung. In der Erklärung der Universität wurde auf die konkrete Richtlinie verwiesen, nach der das angebliche Fehlverhalten bewertet wurde.

Reaktionen von beiden Seiten

Vertreter von SJP betonten, der Beitrag sei nicht antisemitisch gemeint und argumentierten, Anti‑Zionismus dürfe nicht mit Feindseligkeit gegenüber jüdischen Menschen gleichgesetzt werden. Noah Hamid, ein Führungspersonal des Duke‑Kapitals Students Supporting Israel, begrüßte die Entscheidung der Universität. Er bezeichnete die Suspendierung als „lange überfällige Anerkennung dessen, was viele von uns seit Jahren erleben" und fügte hinzu, das SJP‑Kapitel „zu oft die Grenze von politischer Interessenvertretung überschritten habe und stattdessen etwas werde, das isoliert, einschüchtert und teilweise offen jüdische Studierende ins Visier nehme."

Kritiker der SJP‑Gruppe verweisen auf ein Muster von Social‑Media‑Aktivitäten, das ihrer Ansicht nach Gewalt der Hamas normalisiere oder rechtfertige. In einem Instagram‑Beitrag beschrieb die Organisation den Hamas‑Angriff vom 7. Oktober 2023 als „eine Reaktion und Widerstand gegen jahrzehntelange Unterdrückung". Ein anderer Beitrag zog einen Vergleich zwischen Israels Vergeltungskampagne gegen die Hamas und den Anschlägen vom 11. September. Diese Botschaften wurden als Verbreitung antisemitischer Narrative und als Entschuldigung von Aggressionen gegen jüdische Personen verurteilt.

Weiterführende Auswirkungen

Der Vorfall hat die landesweite Debatte in den Vereinigten Staaten und Kanada neu entfacht, wie Universitäten freie Meinungsäußerung mit der Pflicht zum Schutz der Studierenden vor Belästigung und Diskriminierung in Einklang bringen sollen. Einige Beobachter argumentieren, dass entschlossenes Handeln nötig sei, um jüdische Studierende zu schützen, während andere behaupten, die Suspendierung verletze die akademische Freiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Über die unmittelbare Kontroverse hinaus wirft der Fall Fragen zur Rolle von Studentenorganisationen bei der Verfolgung von Sozial‑Gerechtigkeits‑Zielen auf, ohne in Hassrede abzurutschen. Universitäten werden aufgefordert, klarere Richtlinien zu entwickeln, die die Verbreitung diskriminierender Inhalte verhindern und zugleich eine lebhafte Debatte ermöglichen.

Die Geschichte wurde zuerst vom ursprünglichen Wire‑Report veröffentlicht.