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Demokratischer Kandidat aus Colorado, Manny Rutinel, gerät wegen seiner dominikanischen sozialistischen Wurzeln unter Beschuss

Im Wahlkampf um Colorados neu gezogenen achten Kongressbezirk wird Kandidat Manny Rutinel wegen seiner sozialistischen Familienverbindungen in der Dominikanischen Republik kritisiert.

Von Matthew Parker··
Demokratischer Kandidat aus Colorado, Manny Rutinel, gerät wegen seiner dominikanischen sozialistischen Wurzeln unter Beschuss

Der Kampf um Colorados neu gezogenem achten Kongressbezirk, ein Sitz, der 2024 über die Kontrolle des Repräsentantenhauses entscheiden könnte, hat eine neue Wendung genommen. Während der demokratische Kandidat Manny Rutinel sich als Verfechter lokaler Rinderzucht- und Ölinteressen präsentiert, lenken Gegner die Aufmerksamkeit auf die langjährige sozialistische politische Tätigkeit seiner Familie in der Dominikanischen Republik.

Familienhintergrund und politisches Erbe

Manny Rutinel, der seine Kampagnengeschichte um die Erziehung durch eine alleinerziehende Mutter aufgebaut hat, ist Sohn von César Santiago Rutinel Domínguez, vor Ort als „Tonty" bekannt. Tonty war jahrzehntelang in der linksgerichteten Politik der Karibik aktiv, diente in beiden Kammern des Legislativorgans der Dominikanischen Republik und bekleidete Führungspositionen in der Domestic Revolutionary Party (PRD) und der Modern Revolutionary Party, die beide der Sozialistischen Internationalen angehören. Während einer Bürgermeisterkampagne 2010 versprach er, eine „sozialistische" Regierung zu führen und steuerfinanzierte Dienstleistungen auszubauen.

Das politische Netzwerk des Seniors reicht über seine eigene Laufbahn hinaus. Sein Cousin Hipólito Mejía war von 2000 bis 2004 Präsident der Dominikanischen Republik, und seine Mutter Francisca Otilia Domínguez beteiligte sich an der Revolution von 1965 zusammen mit marxistisch‑leninistischen Führern.

Frühes Aktivismus und Verhaftungen

Vater und Sohn haben beide eine Geschichte von protestbezogenen Verhaftungen. Tonty wurde im Alter von fünfzehn Jahren wegen „Verteidigung linker Positionen" inhaftiert. Manny Rutinel wurde 2019 festgenommen, nachdem er an einem Klimaprotest teilgenommen hatte, der das Yale‑Harvard‑Footballspiel störte.

In den Jahren 2013‑2014 verfasste der jüngere Rutinel Blogbeiträge mit den Titeln „What Would Jesus Do? Socialism" und „Why a More Socialistic Society Is Superior", die eine frühe Ausrichtung an sozialistischen Ideen signalisieren.

Wandel im öffentlichen Bild

Seit jenen frühen Jahren versuchen beide Männer, sich von ihrer aktivistischen Vergangenheit zu distanzieren. Tonty bleibt in der dominikanischen Politik aktiv, während Manny Rutinel nun die Rinderzucht‑ und Ölsektoren Colorados unterstützt und sogar erklärte, er habe den Veganismus aufgegeben, um „die köstlichen Produkte zu genießen, die Colorado‑Rancher herstellen". Er besiegte einen progressiveren Gegner in der Vorwahl und hat sich als pro‑industrieller Kandidat neu positioniert.

Vorwürfe gegen den Vater

Öffentliche Unterlagen zeigen, dass Tonty wiederholt Vorwürfe von Gewalt ausgesetzt war. 2011 wurde er wegen häuslicher Gewalt verhaftet und 2005 soll er einem legislativen Kollegen mit einer Waffe gedroht haben.

Stillschweigen der Kampagne und Angriffe der Republikaner

Die Kampagne von Rutin hat keine Fragen zur politischen Geschichte seiner Familie oder zu den Umständen der Trennung seiner Eltern beantwortet. Ein Sprecher erklärte: „Manny hat seinen Vater selten gesehen oder mit ihm gesprochen", und fügte hinzu: „Er wurde von seiner alleinerziehenden Mutter erzogen, und sie ist die Person, die ihn zu dem gemacht hat, der er heute ist." Die Republikaner haben die sozialistischen Blogbeiträge und das linksgerichtete Erbe des Seniors Rutinel als Munition in einem Rennen genutzt, das das Kräfteverhältnis in Washington verschieben könnte.

Der neu gezogene Bezirk hat in beiden vorherigen Wahlen die Partei gewechselt, was ihn zu einem Brennpunkt für beide nationalen Parteien macht, während der Wahlkampf 2024 näher rückt.