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STATE BEACON

Demokratische Vorwahl im Bronx weckt ethnische Spannungen und Vorwürfe von Rassismus

Die demokratische Vorwahl im Bronx zwischen dem Amtsinhaber Adriano Espaillat und Herausforderin Darializa Avila Chevalier entfacht heftige Debatten über ethnische Zusammensetzung, Israel‑Lobby und Rassismus.

Von Sarah Collins··
Demokratische Vorwahl im Bronx weckt ethnische Spannungen und Vorwürfe von Rassismus

Die demokratische Vorwahl für den 13. Kongressbezirk von New York, der im Bronx liegt, stellt den amtierenden Abgeordneten Adriano Espaillat dem Herausforderer Darializa Avila Chevalier gegenüber. Espaillat, ein dominikanisch‑amerikanischer Christ, der seit 2017 im Amt ist, steht vor seiner bisher wettbewerbsfähigsten Vorwahl.

Bürgermeister Mamdanis Unterstützungen und umstrittene Äußerungen

Bürgermeister Zohran Mamdani hat Chevalier sowie die Stadtratskandidaten Brad Lander und Clare Valdez unterstützt, die alle als anti‑korporative Progressive beschrieben werden, die Israel ablehnen. Auf einer Kundgebung mit Senator Bernie Sanders warnte Mamdani, dass die gegenwärtige Ära von Monstern geprägt sei, und erwähnte die pro‑israelische Lobby AIPAC in einer Weise, die auf eine Verschwörung hindeute, die die Demokratie bedrohe und auf Völkermord verweise. Die Äußerungen wurden vom israelischen Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, verurteilt, der sagte, sie erinnerten an die älteste antisemitische Verschwörungstheorie. Abgeordneter Josh Gottheimer fügte hinzu, dass die Ersetzung des Namens der pro‑israelischen Lobby durch den Begriff „Juden" die Bemerkung gefährlich mache.

Vorwürfe der ethnischen Manipulation

Der ehemalige dominikanische Energieminister Pelegrín Castillo schrieb in den sozialen Medien, dass Mamdani beabsichtige, die ethnische Zusammensetzung des Bezirks zu verändern, indem er die Wahlbeteiligung von Haitianern und anderen Minderheiten erhöhe. Castillo warnte Wähler dominikanischer Herkunft, wachsam zu bleiben, und behauptete, Mamdani stelle eine muslimische Herausforderin für Espaillat auf.

Rassismusvorwürfe und Reaktion der Gemeinschaft

Der Brooklyn‑Stadtrat Chi Ossé verurteilte Castillos Beitrag öffentlich, bezeichnete ihn als anti‑schwarzen Rassismus gegenüber Haitianern und kritisierte die Verwendung des Begriffs „Haitianer" als Beleidigung. Ossé sagte zudem, er verurteile jeglichen Rassismus, der von Espaillats Kampagne ausgehe.

Der Vorfall erinnert an ein Ereignis von 1937, bei dem zahlreiche Haitianer in der Dominikanischen Republik getötet wurden, ein historisches Trauma, das in der aktuellen Debatte wieder auflebt.

Politischer Kontext

Harlem, das jahrzehntelang von Charles Rangel 46 Jahre lang vertreten wurde, liegt nach der jüngsten Neuzuschnittung nun in einem mehrheitlich hispanischen Bezirk. Die Vorwahl, bei der die vorzeitige Stimmabgabe am 23. Juni endet und die Wahl am 25. Juni stattfindet, gilt als die erste große Prüfung von Mamdanis politischem Einfluss seit seinem überraschenden Bürgermeistergewinn im Vorjahr. Seine unterstützten Kandidaten werden als anti‑korporative Progressive dargestellt und stehen im Widerstand gegen das demokratische Establishment, was zu Meinungsverschiedenheiten mit moderaten Demokraten in Fragen wie der Israel‑Politik und Steuerprioritäten führt.