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Combat Antisemitism Movement entfernt Bürgermeister von Michigan wegen Nation‑of‑Islam‑Verbindungen

Die Combat Antisemitism Movement hat den Bürgermeister von Benton Harbor, Marcus Muhammad, aus ihrem Beratungsgremium entfernt, nachdem seine Verbindungen zur Nation of Islam öffentlich kritisiert wurden.

Von Matthew Parker·
Combat Antisemitism Movement entfernt Bürgermeister von Michigan wegen Nation‑of‑Islam‑Verbindungen

Die Koalition von mehr als siebenhundert Organisationen, die sich Combat Antisemitism Movement nennt, gab am Dienstag bekannt, dass der Bürgermeister von Benton Harbor, Marcus Muhammad, aus ihrem ersten Beirat entfernt wurde.

CAM beschreibt sich selbst als ein Netzwerk von Organisationen, das sich der Beseitigung von Antisemitismus in den Vereinigten Staaten verschrieben hat. Der im Oktober letzten Jahres eingerichtete Beirat sollte der Koalition strategische Orientierung durch verschiedene Gemeindeführer, Wissenschaftler und Amtsträger bieten.

Der im Jahr 2015 erstmals und 2021 wiedergewählte Bürgermeister Muhammad wurde im Oktober in den Beirat berufen. Das Washington Free Beacon veröffentlichte Anfang dieser Woche einen Beitrag, in dem Muhammad als „Studentenminister" der Nation of Islam bezeichnet wird, einer religiösen Bewegung, deren Anführer Louis Farrakhan wiederholt Äußerungen tätigte, die weithin als antisemitisch verurteilt werden.

Der Free‑Beacon‑Artikel verwies auf Muhammads eigene Social‑Media‑Beiträge, in denen er Videos von Farrakhans Reden teilte, die Juden für die historische Unterdrückung Schwarzer verantwortlich machten und Hitlers Politik gegen „Wucher" lobten. Der Bericht stellte zudem fest, dass Muhammad öffentlich das „Muslim Program" der Nation of Islam unterstützt hat, ein Dokument, das rassistische Segregation fordert und Eheschließungen zwischen den Rassen verbietet.

Als Reaktion sagte ein Sprecher von CAM, die Organisation „sei kürzlich auf Positionen und Verbindungen von Bürgermeister Muhammad aufmerksam geworden, die nicht mit der Mission von CAM vereinbar seien. Deshalb habe CAM beschlossen, dass er nicht mehr im Beirat tätig sein wird, und er sei entsprechend informiert worden." In der Erklärung fügte die Koalition hinzu, sie „werde mit niemandem zusammenarbeiten, der sie legitimiert."

Mohammads Entfernung schafft eine heikle Lage für zwei prominente Demokraten aus Michigan, die ihn öffentlich gelobt haben. Abdul El‑Sayed, ein ehemaliger Gesundheitsbeamter aus Detroit, der nun für den US‑Senat kandidiert, ist seit langem über Wahlkampfveranstaltungen und soziale Medien mit Muhammad verbunden. Jocelyn Benson, die im August die demokratische Vorwahl zur Staatssekretärin gewann, führte Muhammads Unterstützung auf ihrer Kampagnenseite auf und dankte ihm in ihrer Siegesrede.

El‑Sayed trat 2024 in den Senatsposten ein, nachdem er 2018 für das Amt des Gouverneurs kandidierte. Sein Wahlkampf sah sich einer Reihe von Berichten gegenüber, die Verbindungen zu Personen und Gruppen mit antisemitischer Rhetorik, darunter die Nation of Islam, vermuten lassen. Kritiker verwiesen auf Treffen zwischen El‑Sayed und Troy Muhammad, dem Leiter des Detroit‑Zweigs der Nation of Islam, der jüdische Organisationen als „satanisch" bezeichnet hat.

Benson, die 2018 zur Staatssekretärin gewählt und 2022 wiedergewählt wurde, präsentiert sich als moderate Demokratin in einem Swing‑State, der 2024 für Donald Trump stimmte. Ihr Kontakt zu lokalen Führungspersönlichkeiten wie Marcus Muhammad wurde als Versuch dargestellt, eine breite Koalition schwarzer Wähler zu bilden, doch die jüngste Kontroverse könnte ihre Kampagne zwingen, diese Verbindungen neu zu bewerten.

Die Nation of Islam wurde in den 1930er‑Jahren gegründet und steht seit langem im Gegensatz zu etablierten jüdischen Organisationen. Unter Farrakhans Führung seit den 1970er‑Jahren verbreitet die Gruppe Verschwörungstheorien, die Juden beschuldigen, Medien, das Bankensystem und die US‑Regierung zu kontrollieren. Farrakhans Videobotschaft von 2018, in der er Juden als „den Feind" bezeichnete, und seine Rede von 2023, in der er Adolf Hitler als Gegner von „Wucher" darstellte, wurden von der Anti‑Defamation‑League und dem Simon‑Wiesenthal‑Center verurteilt.

Farrakhans Rhetorik reicht zudem auf Behauptungen aus, dass die jüdische Gemeinschaft Schwarze im Süden bewusst unter Sklavengesetzen gehalten und später zur Pachtsarbeit gezwungen habe. Wissenschaftler beschreiben diese Äußerungen als klassische Blutanklage‑Klischees, die historisch Gewalt gegen Juden schürten.

Marcus Muhammad hat Farrakhans Botschaften wiederholt verstärkt. Im Juli 2020, nachdem ein Video, in dem Farrakhan Juden als „Satan" bezeichnete, von einer öffentlichen Plattform entfernt worden war, schrieb Muhammad, dass „aus Angst vor den Juden niemand offen über ihn sprach." Er zitierte zudem das „Muslim Program" der Nation of Islam und bezeichnete es als „die ultimative Lösung" für Amerikas „Rassenproblem."

Diese Handlungen haben den Bürgermeister in den Mittelpunkt einer breiteren Debatte darüber gestellt, wie demokratische Kandidaten in Michigan Beziehungen zu umstrittenen Persönlichkeiten aus der Gemeinschaft handhaben. Die demokratische Partei des Bundesstaates versucht, die Ansprache schwarzer Wähler mit der Notwendigkeit zu vereinbaren, sich von extremistischer Rhetorik zu distanzieren, die Vororte und jüdische Wählergruppen entfremden könnte.

Auf nationaler Ebene haben Aufsichtsgruppen und konservative Medien die Prüfung politischer Kandidaten hinsichtlich Verbindungen zu hasserfüllten Organisationen verstärkt. Das konservative Online‑Medium Free Beacon hat in diesem Wahlzyklus mehrere Berichte veröffentlicht, die demokratische Anwärter mit antisemitischen oder extremistischen Gruppen in Verbindung bringen. Obwohl die Berichterstattung des Mediums häufig von den Betroffenen bestritten wird, hat sie es geschafft, Parteien zu zwingen, die Vorwürfe öffentlich zu adressieren.

Die Entscheidung von CAM könnte signalisieren, dass Anti‑Hass‑Koalitionen bereit sind, rasch zu handeln, wenn die Zugehörigkeiten eines Vorstandsmitglieds ihrer Kernmission widersprechen. Die Koalition hat nicht angegeben, ob sie andere Mitglieder auf ähnliche Konflikte prüfen wird, doch ihre Erklärung lässt eine geringe Toleranz gegenüber jeglicher wahrgenommener Legitimierung der Rhetorik der Nation of Islam vermuten.

Für die Kampagnen von El‑Sayed und Benson könnte das Ereignis zu erhöhtem Druck von jüdischen Wählern und Spendern führen, die jede Verbindung zu antisemitischen Persönlichkeiten meiden wollen. Beide Kampagnen haben bislang keine öffentliche Stellungnahme zur Entfernung abgegeben, sodass politische Analysten spekulieren, ob sie sich von Muhammad distanzieren oder ihre bestehenden Allianzen weiter verstärken werden.

In den kommenden Wochen werden die demokratischen Vorwähler in Michigan wahrscheinlich mehr über diese Verbindungen erfahren, da der Senatsposten immer umkämpfter wird. Die große jüdische Bevölkerung des Staates, konzentriert in Detroit und den Vororten, war traditionell eine verlässliche Quelle für Wahlkampfspenden und Freiwilligenunterstützung für demokratische Kandidaten. Jede Wahrnehmung, dass ein Kandidat mit antisemitischer Rhetorik in Einklang steht, könnte Spenden und Wahlbeteiligung beeinträchtigen.

Letztlich verdeutlicht das Geschehen die Herausforderungen, denen politische Führungskräfte bei der Pflege von Gemeinschaftsbeziehungen in einem polarisierten Umfeld gegenüberstehen. Mit dem nahenden Wahljahr 2024 könnte die Fähigkeit von Parteien und Interessengruppen, klare Grenzen gegen Hassrede zu ziehen, ein entscheidender Faktor für die Wahrnehmung der Wähler und möglicherweise für das Wahlergebnis werden.