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Chinesische Verbindungen von T1 Energy gefährden US-Steuergutschriften für Solaranlagen

Das US-Finanzministerium plant, Unternehmen mit chinesischen Eigentumsverhältnissen von Solar‑Steuergutschriften auszuschließen, T1 Energy steht dabei im Fokus.

Von Daniel Reed··
Chinesische Verbindungen von T1 Energy gefährden US-Steuergutschriften für Solaranlagen

Das Finanzministerium steht kurz davor, die Regeln zu verschärfen, die Unternehmen mit chinesischer Kontrolle von den US‑Grünenergie‑Steuergutschriften ausschließen, und T1 Energy steht im Zentrum der Debatte. Das Unternehmen, das Solarmodule in Texas herstellt, ist stark von Trina Solar, einem chinesischen Konglomerat mit nachgewiesenen Verbindungen zur Kommunistischen Partei Chinas, für Eigenkapital, Technologie und Lieferketten‑Dienstleistungen abhängig.

Eigentums- und Vertragsverbindungen

Finanzielle Offenlegungen zeigen, dass Trina Solar 11 % an T1 Energy hält und Beratungs‑, Fertigungs‑ und Vertriebsunterstützungsverträge bis 2029 abgeschlossen hat. Die Partnerschaft geht über die Beteiligung hinaus: Trina liefert Komponenten, Arbeitskräfte und Marketing‑Dienstleistungen an das Werk von T1 in Texas und ist dessen größter Kunde. Im Jahr 2025 verzeichnete T1 Umsätze in Höhe von 632,2 Millionen Dollar an Trina sowie Einkäufe von 95,5 Millionen Dollar bei dem chinesischen Unternehmen, eine Beziehung, die Analysten als eine Abhängigkeit bezeichnen, die nicht mit dem inländischen Fokus des Steuergutschriften‑Programms vereinbar ist.

Gesetzlicher Hintergrund

Der One Big Beautiful Bill Act, ein Grundpfeiler der Energiepolitik der aktuellen Regierung, verbietet Unternehmen, die im Besitz oder unter Kontrolle chinesischer Interessen stehen, Steuergutschriften zu erhalten, die für förderfähige Projekte bis zu 1,3 Milliarden Dollar pro Jahr betragen können. Da Trina der zweitgrößte Anteilseigner und wichtigste Geschäftspartner von T1 ist, fällt das Unternehmen eindeutig in den Anwendungsbereich der neuen Regelungen.

Reaktion der Branche

Thomas Beline, ein Handelsanwalt, der US‑Solarunternehmen vertritt, warnte, dass „T1 die Spitze des Speers sei." Er fügte hinzu: „Wenn die Durchsetzung nicht hier beginnt, werden sich diese Strukturen ausbreiten." Nathan Picarsic von Horizon Advisory argumentierte, dass die Leitlinien des Finanzministeriums über das direkte Eigentum hinaus die umfassendere Verflechtung in der Lieferkette berücksichtigen müssen, und wies darauf hin, dass T1 Technologie von Trina über einen Vermittler in Singapur lizenziert.

Chinesische Verbindungen

Die Verbindungen von Trina Solar zu Peking sind gut dokumentiert. Der Vorstandsvorsitzende Gao Jifan ist stellvertretendes Mitglied des Nationalen Volkskongresses Chinas, und das Unternehmen erscheint auf der Liste des Pentagon von Firmen, die mit dem chinesischen Militär in Verbindung stehen. Die Internationale Energieagentur hat berichtet, dass Chinas Fünf‑Jahres‑Pläne Trina geholfen haben, etwa 80 % der weltweiten Solarmodulproduktion zu kontrollieren.

Aufruf zur Wachsamkeit

Kritiker argumentieren, dass die Gewährung der Gutschriften an T1 die US‑Bemühungen, Pekings Industriestrategie entgegenzuwirken, untergraben würde. Michael Lucci von State Armor warnte, dass die Vereinigten Staaten die solare Dominanz Chinas nicht durch diese Subventionen finanzieren sollten.

Aktuelle Entwicklungen

T1 hat kürzlich durch die Übernahme von KORE Power, einem Unternehmen mit Verbindungen zum chinesischen Batteriehersteller DFD New Energy, in den Bereich der Batteriespeicherung expandiert. Während T1 auf SEC‑Einreichungen verweist, die Eigentümerstrukturen und vertragliche Schutzmaßnahmen detaillieren und behaupten, dass es „keine Kontrolle" von Trina habe, bestätigen interne Dokumente, dass Trinas Beteiligung und geschäftliche Beziehungen weiterhin bestehen. Das Finanzministerium wird voraussichtlich im Sommer sein Durchsetzungsrahmenwerk fertigstellen, sodass die Berechtigung von T1 in Zweifel bleibt.

Erstmals gemeldet im Quellbericht.