Die Energy Foundation China (EFC), eine Klimainstitution mit hohen Verbindungen nach Peking, spendete im Jahr 2024 über $1.2 Millionen an US‑Universitäten, fast das Doppelte des Vorjahres, wie aus ihren Steuerunterlagen hervorgeht. Der Anstieg hat die Aufmerksamkeit republikanischer Gesetzgeber und Ethik‑Beobachter auf sich gezogen, die warnen, dass die Mittel Teil einer umfassenderen Einflusskampagne sein könnten.
Wohin das Geld floss
Der Großteil der Zuschüsse 2024 ging an das University of California‑System und die Harvard University. EFC stellte $678,750 für die UC‑Campusse bereit, wobei die größten Beträge für Forschung zur Emissionsreduktion an UC Berkeley und UC Davis vorgesehen waren. UC Berkeley betreibt zudem das Lawrence Berkeley National Laboratory des US‑Energieministeriums, ein bedeutendes, vom Bund finanziertes Forschungszentrum. Harvard erhielt $492,477 für klima‑bezogene Engagement‑Aktivitäten, wobei unklar ist, ob das Geld das langjährige Harvard‑China‑Projekt unterstützt. Der kleinste ausgewiesene Zuschuss, $20,000, ging an die Villanova University.
Führung und chinesische Verbindungen
Der Geschäftsführer der Stiftung, Ji Zou, war zuvor stellvertretender Generaldirektor des Nationalen Zentrums für Klimawandel‑Strategie Chinas. Der Vorstandsvorsitzende, Hongjun Zhang, war Legislativdirektor im Nationalen Volkskongress. Kritiker haben diese Verbindungen als Hinweis auf eine enge Ausrichtung an den Interessen des chinesischen Staates hervorgehoben.
Umfang des Programms
Seit 2020 hat EFC mehr als $15 Millionen an US‑Universitäten und gemeinnützige Organisationen weitergeleitet und gleichzeitig $218 Millionen für Klimaprojekte in China ausgegeben.
Politische und sicherheitsrelevante Bedenken
Experten warnen, dass die zunehmende Abhängigkeit der USA von in China hergestellter grüner Energietechnologie, etwa Solarmodule und Batterien, die amerikanische Energieunabhängigkeit untergraben könnte, da China praktisch ein Monopol über kritische Lieferketten besitzt.
Im Januar 2024 starteten die Vorsitzenden zweier Ausschüsse des Repräsentantenhauses eine Untersuchung zur Einflussnahme von EFC auf die US‑Energiepolitik. Einige Monate später forderte der Ausschuss für Finanzen (Ways and Means Committee) den IRS auf, den Steuerbefreiungsstatus der Stiftung zu prüfen.
Americans for Public Trust, eine Ethik‑Beobachtungsorganisation, bezeichnete EFC als „eine Einflussoperation der Kommunistischen Partei Chinas". Die Stiftung wies den Vorwurf zurück und erklärte, ihr Fokus liege auf „klimabezogenen Aktivitäten in China".
Finanzierung von Interessenvertretungen
EFC unterstützte zudem US‑Organisationen zur Klimapolitik, darunter einen Zuschuss von $550,000 an den International Council on Clean Transportation, der sich für Vorschriften zu Elektrofahrzeugen einsetzt.
