Die landesweiten Ergebnisse für 2025 zeigen, dass Charterschulen den Großteil der Top‑100‑öffentlichen Schulen in New York City belegen, wenn die Bewertung anhand von Mathematik‑ und Englisch‑Prüfungen erfolgt. Von den hundert Schulen mit den höchsten Mathematik‑Ergebnissen sind 59 Charterschulen; im Fach Englisch liegt die Zahl bei 53.
Diese Schulen liegen überproportional in Stadtteilen wie dem Bronx, Harlem und Teilen von Brooklyn, Gebieten, die normalerweise nicht mit hohem Immobilienreichtum assoziiert werden. Ihre Schülerschaft ist ebenfalls überwiegend wirtschaftlich benachteiligt, 80‑90 % erhalten kostenlose oder vergünstigte Mahlzeiten, doch sie melden Kompetenzraten von über 90 % in beiden Fächern.
Daten versus Erzählung
Die städtischen und staatlichen Bildungsportale veröffentlichen einzelne Schulberichte, bieten jedoch keine einfache Möglichkeit, die Ergebnisse zwischen Schulen zu vergleichen. Dieses Fehlen von Vergleichsinstrumenten kann traditionelle öffentliche Schulen unabsichtlich vor direkter Prüfung schützen, obwohl die Zahlen den relativen Erfolg der Charterschulen hervorheben.
Die Ergebnisse stehen in starkem Gegensatz zu einem kürzlich erschienenen New‑York‑Times‑Artikel mit dem Titel „As Income Gap Grows, So Do Fears Over Access to a Quality Education". Dieser Beitrag konzentrierte sich auf elterliche Ängste bezüglich Ungleichheit und erwähnte die Leistung der Charterschulen nicht. Auf Anfrage reagierte der Reporter Troy Closson nicht.
Der Times‑Artikel zitierte den Stanford‑Professor Sean Reardon, dessen Forschung zu Einkommen und schulischen Leistungen von dem Stanford‑Wissenschaftler Eric Hanushek kritisiert wurde. Kritiker der Erzählung argumentieren, dass solche Kommentare häufig harte Daten übersehen, etwa die über 90 %igen Kompetenzraten, die Charterschulen mit überwiegend einkommensschwachen Schülern erreichen.
Politischer Hintergrund
Die Ausweitung der Charterschulen in New York lässt sich auf ein staatliches Gesetz von 1998 zurückführen, das vom damaligen Gouverneur George Pataki (R) vorangetrieben wurde. Das Gesetz ebnete Netzwerken wie KIPP und Success Academy den Weg, sich auf besonders bedürftige Bezirke zu konzentrieren.
Auf standardisierten, testbasierten Rankings basierende Bewertungen bleiben ein gesetzlich vorgeschriebenes Messinstrument sowohl im Bundes- als auch im Landesrahmen der Rechenschaftspflicht, trotz anhaltender Debatten über ihre Angemessenheit. Bildungsanalysten weisen darauf hin, dass andere Indikatoren, Hochschulzugang, Lehrerzufriedenheit, langfristige wirtschaftliche Ergebnisse, ebenfalls die Schulqualität messen könnten, doch die Testergebnisse dominieren weiterhin die politischen Diskussionen.
"Wenn das Ziel ist, Lesen und Mathematik zu unterrichten", sagte ein Befürworter der Charterschulen, "dann sprechen die Daten für sich selbst."
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Charterschulen zumindest im engen Bereich der staatlich getesteten Lese‑ und Rechenkompetenz viele traditionelle öffentliche Schulen übertreffen, was Fragen darüber aufwirft, wie Erfolg gemessen und berichtet wird.
