Die Abgeordnete aus Missouri, Cori Bush, hat ihren Ehemann Cortney Merritts wieder in die Gehaltsliste ihres Wahlkampfs aufgenommen, während eine Bundesuntersuchung zu den Finanzen ihres Wahlkampfs 2024 weiterläuft. Der neueste Eintrag verzeichnet eine Zahlung von 2 273 $ an Merritts am 1. Juni, zusätzlich zu 15 000 $, die Bush zwischen dem 1. April und dem 29. Mai an sich selbst zahlte.
Hintergrund der Untersuchung des Justizministeriums
Das Justizministerium gab im Januar 2024 bekannt, dass es die Zahlungen von Bush im Wahlkampf 2024 an Merritts prüft, die insgesamt mehr als 150 000 $ betragen und als „Sicherheitsdienste" sowie „Lohnkosten" bezeichnet wurden. Das Bundesrecht erlaubt Kandidaten, Ehepartner für legitime Wahlkampfarbeiten zu vergüten, doch Gegner haben die Rechtmäßigkeit dieser Regelung in Frage gestellt.
Bush hat jegliches Fehlverhalten zurückgewiesen und erklärt, die Untersuchung konzentriere sich auf „wahlkampfrelevante Ausgaben". Merritts, der 2023 heimlich Bush geheiratet hatte, wurde im Februar von Bundesanklagen wegen Drahtbetrugs freigesprochen und sah sich im März 2025 einer separaten Anklage wegen mutmaßlichen Missbrauchs des Paycheck Protection Program gegenüber. Die Jury kam im Prozess zu keinem Ergebnis, was zur Einstellung des Verfahrens führte.
Weitere Zahlungen und Prüfung der Spendensammlung
Neben den direkten Wahlkampfzahlungen leistete Bush' politisches Aktionskomitee Politivist Action im vergangenen Jahr Merritts 11 000 $ aus. Auch die Fundraising‑Aktivitäten des PAC haben Aufmerksamkeit erregt, da lokale Berichte keine Belege dafür fanden, dass für Tornado‑Hilfsmaßnahmen gesammelte Gelder wie versprochen verteilt wurden.
Auf Fragen zur Untersuchung wich Bush direkten Antworten aus, und ihr Wahlkampf hat auf Anfragen nach einem Kommentar nicht reagiert.
Auswirkungen auf die bevorstehende Vorwahl
Trotz der juristischen Belastung bleibt Bush eine wettbewerbsfähige Kandidatin in der Vorwahl im August für den Sitz im Repräsentantenhaus von Missouri, den sie 2024 an Abgeordneten Wesley Bell verlor. Sie wird von Senator Bernie Sanders und den Democratic Socialists of America unterstützt. Im Wahlkampf hat Bush Bell wegen Spenden von Gruppen, die mit dem American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) verbunden sind, attackiert. Gemeinsam mit Abgeordnetem Jamaal Bowman machte sie AIPAC für die Niederlagen 2024 verantwortlich und schwor in einer Nachwahl‑Rede, die sich gegen die pro‑israelische Lobby richtete, „euer Königreich zu zerreißen".
Weitere Kritik kam wegen Bush' Verbindung zu einem Sicherheitsauftragnehmer auf, den ihr Wahlkampf mit 137 000 $ bezahlte und der Verschwörungstheorien verbreitet, die eine jüdische Kontrolle globaler Systeme behaupten.
