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Bundesbeschwerde wirft antisemitisches Klima in Amerikas größter Lehrergewerkschaft vor

Die größte US-Lehrergewerkschaft, die NEA, sieht sich einer Bundesbeschwerde gegenüber, die ein antisemitisches Klima innerhalb der Organisation anklagt.

Von Emily Brooks··
Bundesbeschwerde wirft antisemitisches Klima in Amerikas größter Lehrergewerkschaft vor

Die National Education Association (NEA), die größte Lehrergewerkschaft der USA, sieht sich nun einer Bundesbeschwerde gegenüber, die ihr vorwirft, ein antisemitisches Umfeld innerhalb der Organisation gedeihen zu lassen. Die Beschwerde wurde vom Louis D. Brandeis Center for Human Rights Under Law bei der U.S. Equal Employment Opportunity Commission (EEOC) eingereicht.

Vorwürfe aus der Vertreterversammlung 2025

Laut der Beschwerde bildete die Vertreterversammlung der NEA im Jahr 2025 den Kern des Vorfalls, bei der Delegierte über einen Beschluss debattierten, der Materialien der Anti‑Defamation League aus Klassenzimmern verbieten sollte. Zeugen berichten, dass Unterstützer anti‑israelischer Interessengruppen sich unmittelbar neben Mitglieder des Jewish Affairs Caucus stellten, jüdische Redner unterbrachen und ein Klima schufen, in dem jüdische Delegierte Vergeltungsmaßnahmen und sogar körperliche Gewalt fürchteten.

Aktivisten sollen so dicht an jüdischen Mitgliedern gesessen oder gestanden haben, dass ein sicheres Klatschen, ein notwendiger Vorgang zur Stimmenregistrierung, ein ungewolltes Berühren riskierte. Als ein jüdisches NEA‑Mitglied den Beschluss ablehnte und dabei auf eine 82‑jährige Frau verwies, die bei einem terroristischen Brandanschlag in Boulder, Colorado, getötet wurde, wurde die Äußerung Berichten zufolge von den antisemitischen Teilnehmern mit Lachen und Applaus quittiert.

Später in derselben Sitzung versuchten Mitglieder des Jewish Affairs Caucus, das 50‑jährige Bestehen ihres Caucus zu feiern. Laut Beschwerde stellte sich die gegnerische Gruppe Educators for Palestine in mehreren Reihen hinter den jüdischen Delegierten auf, in einer koordinierten, körperlich einschüchternden Formation. Sicherheitskräfte griffen schließlich ein und positionierten sich zwischen den beiden Gruppen.

Führungsaktionen und Reaktion der Gewerkschaft

Die Beschwerde wirft NEA‑Präsidentin Rebecca S. Pringle vor, den Vorsitzenden des Executive Boards des Jewish Affairs Caucus daran gehindert zu haben, zu sprechen, obwohl er zuvor autorisiert war. Stattdessen habe Pringle laut Angaben Vertreter von Educators for Palestine anerkannt, die gerade die Sitzung gestört hatten.

Der Geschäftsführer des Brandeis Centre, Kenneth Marcus, bezeichnete das Verhalten der Gewerkschaft als „Das Verhalten der NEA ist sowohl völlig illegal als auch moralisch nicht zu rechtfertigen." Er warnte, dass die angebliche Feindseligkeit „jede Schule und jedes Klassenzimmer, in dem ein NEA‑Mitglied arbeitet, berührt."

Breiterer Kontext und mögliche Konsequenzen

Die Beschwerde kommt weniger als ein Jahr, nachdem der House Committee on Education and the Workforce seine eigene Untersuchung zu Antisemitismus bei der NEA eingeleitet hat. Eine parallele EEOC‑Ermittlung würde zusätzlichen Bundesdruck auf die Gewerkschaft ausüben, die laut Beschwerde wiederholt Beschwerden ignoriert, keine zeitnahen Untersuchungen eingeleitet und keine substanziellen Antworten an betroffene Mitglieder gegeben habe.

Ein EEOC‑Sprecher betonte gegenüber dem Washington Free Beacon, dass „die EEOC weder die Existenz einer Beschwerde noch einer Untersuchung bestätigen noch dementieren kann." Die Vertraulichkeitspolitik der Behörde bedeutet, dass der Status der Beschwerde öffentlich nicht verifizierbar ist.

Kritiker argumentieren, dass das angebliche Untätigsein der NEA nicht nur ihre jüdischen Mitglieder schädigt, sondern auch eine Toleranz gegenüber Antisemitismus in den Schulen und Klassenzimmern signalisiert, in denen ihre Mitglieder unterrichten. Angesichts des erheblichen Einflusses der Gewerkschaft auf die Bildungspolitik könnte das Ergebnis der EEOC‑Untersuchung weitreichende Folgen dafür haben, wie Minderheitenrechte in amerikanischen Schulen geschützt werden.

Die NEA hat auf Anfragen nach einem Kommentar nicht reagiert.