Paige Cognetti, die demokratische Kandidatin für den achten Kongressbezirk von Pennsylvania, steht sowohl vom Stadtrat von Scranton als auch von den örtlichen Wählern in der Kritik, weil sie wiederholt Ratssitzungen verpasst, während sie ein Mandat im US‑Repräsentantenhaus anstrebt.
Fehlzeiten lösen öffentliche Empörung aus
Während einer öffentlichen Kommentarrunde bei der Ratssitzung am 16. Juli nutzte der Anwohner Rik Little das Mikrofon, um die anhaltende Abwesenheit der Bürgermeisterin zu verurteilen. Er sagte: „Wir haben eine Bürgermeisterin, die nicht hier ist", und fügte hinzu: „Die Bürgermeisterin sollte jede Woche anwesend sein." Stadtrat Sean McAndrew bestätigte diese Ansicht und bemerkte, dass die Bürgermeisterin offenbar mehr an einer Zukunft im Kongress interessiert sei als an ihren derzeitigen Aufgaben.
Fidelity D&D Bancorp‑Kauf unter Beobachtung
Die Kritik wuchs, als der Rat über den geplanten Kauf des ehemaligen Hauptsitzes der Fidelity Bank für 1,9 Millionen Dollar debattierte. Das Grundstück, das Fidelity D&D Bancorp, die Holdinggesellschaft der in Pennsylvania ansässigen Fidelity Bank, gehört, sollte zu einem städtischen Gebäude umfunktioniert werden. Cognetti nahm den Kauf im November 2025 in den städtischen Haushalt auf, und ein ausscheidender Rat stimmte mit 3 zu 2 für die Genehmigung des Geschäfts und die Bereitstellung einer Anzahlung von zehn Prozent im folgenden Monat.
Gegner argumentieren, dass die Transaktion im Widerspruch zu Cognettis Wahlkampfrhetorik steht, in der sie für die Region „Reform, Transparenz und staatliche Rechenschaftspflicht" verspricht und sie als „einen Ort, der leider für öffentliche Korruption bekannt ist" bezeichnet.
Finanzielle Verbindungen zu Fidelity werfen Interessenkonflikt‑Bedenken auf
Weitere Fragen ergeben sich aus Cognettis früheren Geschäften mit Fidelity. Im November 2024 half sie, eine Förderung von fünf Millionen Dollar vom Gouverneur Josh Shapiro zu sichern, um den neuen Hauptsitz von Fidelity in der Innenstadt von Scranton zu renovieren. Sechs Monate später, im April 2025, spendete jedes Mitglied des neunköpfigen Vorstands von Fidelity jeweils 1.500 Dollar an Cognettis Bürgermeisterwahlkampf, was Vorwürfe des Eigengeschäfts nach sich zog.
Diese überlappenden Interessen haben Ratsmitglieder und Bürger dazu veranlasst, mehr Transparenz zu fordern und die Bürgermeisterin aufzufordern, ihre gewählten Pflichten über ihre Kongressambitionen zu stellen.
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