Unabhängige Berichterstattung · Deutsche Ausgabe
STATE BEACON

Bürgermeister Zohran Mamdani steht unter Druck von über 700 US‑Rabbinen, anti‑AIPAC‑Äußerungen zurückzuziehen

Über 700 US‑Rabbiner fordern den New‑York‑Bürgermeister auf, seine anti‑AIPAC‑Äußerungen zurückzuziehen, da sie die jüdische Gemeinschaft gefährden.

Von James Carter··
Bürgermeister Zohran Mamdani steht unter Druck von über 700 US‑Rabbinen, anti‑AIPAC‑Äußerungen zurückzuziehen

Mehr als 700 Rabbiner in den USA haben an den New‑York‑Bürgermeister Zohran Mamdani geschrieben und gefordert, dass er eine Aussage zurückzieht, in der er Mitglieder der pro‑Israel‑Lobbygruppe AIPAC als „Monster, die dunkles Geld bewegen" bezeichnete. Der offene Brief, am Freitag von einer von der Gruppe Jewish Majority organisierten Koalition veröffentlicht, warnt, dass die Wortwahl des Bürgermeisters die Gefahr für jüdische Bewohner erhöhe, gerade weil antisemitische Hassverbrechen in der Stadt zunehmen.

Historische antisemitische Narrative aufgegriffen

Die Rabbiner argumentieren, dass Mamdanis Wortwahl langjährige antisemitische Narrative widerspiegele, die Juden als finster und übermächtig darstellen. In dem Schreiben schreiben sie: "History demonstrates that campaigns against Jews often begin with rhetoric portraying them as uniquely sinister, uniquely powerful and somehow less deserving of equal treatment," und behaupten, dass der Fokus des Bürgermeisters auf AIPAC fehl am Platz sei und weisen darauf hin, dass das Lobbybudget der Organisation kleiner sei als das großer Unternehmen und Gewerkschaften.

Umfragen zeigen wachsende Angst in der jüdischen Gemeinschaft

Neue Umfragen, die im Schreiben zitiert werden, zeigen, dass 82 % der jüdischen New Yorker über einen Anstieg des Antisemitismus besorgt sind, ein Gefühl, das 63 % von Mamdanis eigenen Anhängern teilen. Unter den Besorgten führen 73 % die Bedrohung auf „the normalization of anti‑Zionism" zurück, ein Trend, der laut ihnen durch Proteste mit Parolen wie „globalize the Intifada" verstärkt wurde. Der Ausdruck, der die gewaltsame Zerstörung Israels fordert, tauchte bei mehreren Demonstrationen in der Stadt auf, unter anderem bei einem Mai‑Aufmarsch in Brooklyn, bei dem Teilnehmer eine Hisbollah‑Flagge schwenkten.

Jüngste Drohungen unterstreichen das gefährliche Klima

Tage vor Mamdanis Äußerungen hatte das FBI fünf Personen angeklagt, die einen Plan zur Ermordung von AIPAC‑Unterstützern in der Regierung schmiedeten. Am selben Tag, an dem der Bürgermeister seine Bemerkungen erneut bekräftigte, erhoben die Behörden Floridas Anklage gegen einen Mann, der einen Massenerschuss in einem AIPAC‑Büro plante. Im Schreiben der Rabbiner heißt es: "By casting pro‑Israel civic participation as monstrous, conspiratorial and anti‑democratic, Mr. Mamdani has put a target on the backs of American Jews and their allies," und es wird gefordert, dass der Bürgermeister sich entschuldigt, seine Aussagen zurückzieht und den Beitrag jüdischer Amerikaner zur Demokratie anerkennt.

Religiöse Führer fordern Verantwortung

Rabbi Ammiel Hirsch von der Stephen Wise Free Synagogue in Manhattan beschrieb die Umfrageergebnisse als Bestätigung der langjährigen jüdischen Erfahrung in der Stadt und betonte einen direkten und unbestreitbaren Zusammenhang zwischen anti‑zionistischer Rhetorik und dem sich verschlechternden Sicherheitsumfeld, dem Juden täglich ausgesetzt sind. Die Koalition der Rabbiner hat Mamdani aufgefordert, eine formelle Entschuldigung zu veröffentlichen, seine Äußerungen zurückzuziehen und öffentlich die Rolle jüdischer Amerikaner im demokratischen Prozess anzuerkennen.