Am Mittwochmorgen versammelten sich etwa 50 Personen vor dem Poetica Coffee in Brooklyn, um gegen die Entscheidung des Lokals zu protestieren, dem Abgeordneten Dan Goldman, einem Demokraten aus New York, wegen seiner öffentlichen Unterstützung Israels die Bedienung zu verweigern.
Die Kontroverse brach aus, nachdem Poetica in den sozialen Medien angekündigt hatte, Goldmans Kauf von 9,82 $ zu erstatten und ihm keinen erneuten Besuch zu gestatten. Die Meldung löste eine Welle von Kritik aus und veranlasste das Justizministerium, ein Bundesverfahren einzuleiten.
Goldman erklärte später, er habe im Café einen Kaffee gekauft, nachdem seine siebenjährige Tochter die Toilette benutzt hatte, und betonte, dass die Barista hervorragenden Service geboten habe. In einem Interview mit CNN äußerte er die Ansicht, dass eine Untersuchung des Justizministeriums nicht nötig sei.
Befürworter des Protests argumentierten, die Verweigerung stelle eine Diskriminierung aufgrund politischer Überzeugungen dar. Michelle Ahdoot, Direktorin für Programme und Strategie bei End Jew Hatred, sagte, der Vorfall verdeutliche die Notwendigkeit, dass die jüdische Bürgerrechtsbewegung standhaft bleibt, und fügte hinzu, dass einem Juden die Bedienung verweigert worden sei.
Viele Teilnehmer zeigten israelische und amerikanische Flaggen, und ein Demonstrant trug ein großes Bild, das Martin Luther King Jr. und Rabbiner Abraham Joshua Heschel beim gemeinsamen Marschieren in der Bürgerrechtsära zeigte.
"Ich bin entsetzt über das, was in diesem Café passiert ist", sagte Susan Schwartz, eine Rentnerin, die an der Kundgebung teilnahm.
Etwa 20 Gegenprotestierende versammelten sich am Rand der Menge, von denen mehrere als Mitglieder der Neturei Karta identifiziert wurden, einer Randgruppe, die für ihre stark anti‑israelische Haltung bekannt ist.
Im Inneren des Cafés blieb eine separate Gruppe von Poetica‑Unterstützern, von Beobachtern als überwiegend übergewichtig beschrieben, drinnen und starrte angeblich die Organisatoren sowie die Presse an.
Der Inhaber Parviz Mukhamadkulov, der wegen Steuerhinterziehung beschuldigt wird, war nicht anwesend, und Mitbegründerin Shahnoza Dusmatova fehlte ebenfalls von der Szene.
