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Biden holt ehemaligen Pentagon‑Sprecher an, um Vorwürfe von Senilität zu entkräften

Die Biden‑Administration hat den ehemaligen Pentagon‑Sprecher Chris Meagher als Pressesprecher engagiert, um den Präsidenten gegen Vorwürfe kognitiver Schwäche zu verteidigen.

Von Daniel Reed··
Biden holt ehemaligen Pentagon‑Sprecher an, um Vorwürfe von Senilität zu entkräften

Die Biden‑Administration hat Chris Meagher, einen ehemaligen Pentagon‑Sprecher, zum Pressesprecher ernannt, der den ehemaligen Präsidenten gegen Vorwürfe kognitiver Verschlechterung verteidigen soll. Meaghers Lebenslauf beinhaltet eine umstrittene Rolle bei der Vertuschung der Hospitalisierung des ehemaligen Verteidigungsministers Lloyd Austin im Jahr 2024 nach einer Prostatakrebs‑Operation, ein Umstand, der sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei Sicherheitsexperten Kritik hervorgerufen hat.

Meaghers Bilanz im Verteidigungsministerium

Im Jahr 2024 wurde Austin wegen Komplikationen nach einer Notoperation im Walter‑Reed National Military Medical Center aufgenommen. Während der Verteidigungsminister zwei Wochen im Krankenhaus blieb, gehörte Meagher zu den vier leitenden Assistenten, die von seinem Zustand wussten, aber die Mitteilung an das Weiße Haus um zwei Tage verzögerten. Der Vorfall löste eine Debatte darüber aus, ob Austin die Befugnisse ausreichend delegiert hatte und wer das Pentagon während seiner Abwesenheit leitete.

Meaghers Beteiligung an dieser Vertuschung wurde als „Teil einer kleinen Gruppe von Mitarbeitern des Verteidigungsministeriums, die Austins Hospitalisierung 2024 verschwiegen haben" beschrieben. Der Vorfall wird als Beleg für seine Erfahrung im Umgang mit sensiblen gesundheitsbezogenen Informationen angeführt.

Warum die Anstellung für Biden wichtig ist

Joe Biden, inzwischen 82, steht seit Beginn seiner Präsidentschaft unter wachsender Beobachtung seiner geistigen Leistungsfähigkeit. Beobachter haben vergessene Namen von Kabinettsmitgliedern, den Verlust des Gedankengangs während Reden, die Abhängigkeit von einem Teleprompter für unvorbereitete Bemerkungen und einen steifen, schlurfenden Gang festgestellt. Der ehemalige Stenograf des Weißen Hauses, Mike McCormick, sagte 2020 dem Washington Free Beacon, Biden habe „einen Schritt verloren" und wirke geistig weniger scharf als vor vier Jahren.

Trotz dieser Beobachtungen haben viele Journalisten des Mainstreams Bidens gelegentliche Versprecher auf ein kindliches Sprachproblem zurückgeführt und Video‑Zusammenstellungen als „billige Fälschungen" abgetan. Dennoch hat eine Welle hochkarätiger Bücher und Medienkommentare die Erzählung von kognitiven Verfall am Leben erhalten.

Bevorstehende Herausforderungen

Verbündete des ehemaligen Präsidenten befürchten zudem die bevorstehende Veröffentlichung einer Audioaufnahme aus Bidens Interview mit Sonderermittler Robert Hur. In dieser Aufnahme bezeichnete Hur Biden als „älteren Mann mit schlechtem Gedächtnis", ein Kommentar, der die öffentliche Wahrnehmung seines Erbes weiter beeinträchtigen könnte.

Meaghers sofortige Maßnahmen

Laut Politico hat Meagher bereits begonnen, soziale Medien zu nutzen, um Geschichten über Bidens angebliche Senilität zu widerlegen, noch bevor seine Ernennung öffentlich wurde. Er war zudem maßgeblich an der Organisation von Bidens erstem Live‑Interview nach seiner Präsidentschaft beteiligt, das für Donnerstag geplant ist, sowie an einem „Softball"-Auftritt in The View zusammen mit seiner Frau Jill.

Der Schritt wird als Versuch gewertet, Bidens öffentliches Bild neu zu positionieren und die Flut von Spekulationen über seine geistige Fitness zu stoppen. Kritiker hingegen argumentieren, dass die Anstellung neue Fragen zur Verpflichtung der Administration gegenüber Transparenz und Rechenschaftspflicht aufwirft, insbesondere angesichts Meaghers früherer Beteiligung an der Vertuschung des Gesundheitszustands eines hochrangigen Ministers.

Sowohl die Personalentscheidung als auch die breitere Debatte darüber, wie die Medien über die Gesundheit öffentlicher Personen berichten, verdeutlichen eine anhaltende Spannung: das Gleichgewicht zwischen dem Schutz des Rufs eines Führungspersonals und der vollständigen Information der Öffentlichkeit über die Leistungsfähigkeit jener, die ein hohes Amt innehaben oder innehatten.