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Abdul El‑Sayed nimmt Unterstützung von arabisch‑amerikanischem PAC mit Hamas‑Verbindungen an

Der Michigan‑Senatskandidat Abdul El‑Sayed hat die umstrittene Unterstützung des Arab American Political Action Committee angenommen.

Von Michael Turner··
Abdul El‑Sayed nimmt Unterstützung von arabisch‑amerikanischem PAC mit Hamas‑Verbindungen an

Der Kandidat für den US‑Senat aus Michigan, Abdul El‑Sayed, hat die Unterstützung des Arab American Political Action Committee (AAPAC) angenommen, einer Lobbygruppe unter der Leitung von Osama Siblani, der in der Vergangenheit zu Gewalt gegen Israel aufrief und die Terrororganisationen Hamas und Hisbollah verteidigte. El‑Sayed, der in der demokratischen Vorwahl für den Senat von Michigan antritt, erklärte, er sei ‚geehrt', die Unterstützung erhalten zu haben, laut einer von der Arab American News veröffentlichten Erklärung.

Die Unterstützung ist bedeutsam, da AAPAC versprochen hat, den begünstigten Kandidaten „alle verfügbaren Ressourcen" zur Verfügung zu stellen, unter anderem durch „direkte zweisprachige Mailings an arabisch‑amerikanische registrierte Wähler". Das könnte El‑Sayed's Kampagne einen Schub geben, die sich darauf konzentriert, Wähler im Vorort Dearborn von Detroit zu gewinnen, wo eine große arabische und muslimische Gemeinschaft lebt.

Gleichzeitig hat die Unterstützung Bedenken geweckt wegen Siblani's früherer Äußerungen und Handlungen. Im Jahr 2022 forderte Siblani Araber auf, „nach ihren Möglichkeiten" mit Steinen, Waffen oder den Händen gegen Israel zu kämpfen. Er prahlte außerdem damit, Hamas nicht zu verurteilen und bezeichnete sie 2021 in einer Telefonkonferenz mit Beamten des Weißen Hauses von Biden als „Freiheitskämpfer". Zudem kritisierte Siblani die jordanische Regierung, weil sie iranische Raketen, die auf Israel gerichtet waren, abgefangen habe, und feierte den verstorbenen Hisbollah‑Führer Sayyed Hassan Nasrallah als „Helden".

Siblani's umstrittenste Aussage war jedoch, als er dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu und israelischen Juden sagte, sie sollten „nach Polen zurückgehen". Der Kommentar wurde von jüdischen Gruppen und Demokraten breit verurteilt. Die Anti‑Defamation League (ADL) kritisierte Siblani's Äußerungen und erklärte, dass „jede Person, die leugnet, dass Hamas eine Terrororganisation ist, nicht mit ernannten und gewählten Beamten über Außenpolitik diskutieren sollte".

El‑Sayed's Gegnerin, Abgeordnete Haley Stevens, kritisierte Siblani's Bemerkungen und sagte, „ein erwachsener Mann sollte nicht sagen, alle Juden sollen nach Polen zurückgehen." El‑Sayed selbst hat sich zu Siblani's Aussagen nicht geäußert und konzentriert seine Kampagne stattdessen darauf, das pro‑israelische Lobby‑Unternehmen American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) zu kritisieren.

El‑Sayed hat für Siblani's Zeitung, die Arab American News, geschrieben und bei Kundgebungen zusammen mit Siblani und anderen anti‑israelischen Aktivisten gesprochen. Seine Kampagne wurde zudem mit extremistischen Personen in Verbindung gebracht, darunter ein ehemaliger Kampagnenmitarbeiter, der wegen Verschwörung zur Terrorisierung jüdischer Gruppen an der University of Michigan angeklagt wurde.

Die Unterstützung durch AAPAC wirft Fragen zu El‑Sayed's Haltung gegenüber Israel und zu seinen Beziehungen zu extremistischen Personen auf. Während El‑Sayed nicht zu Siblani's Aussagen Stellung genommen hat, wird seine Annahme der Unterstützung als Zeichen seiner Verbundenheit mit der arabisch‑amerikanischen Gemeinschaft in Dearborn gesehen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich diese Unterstützung auf seine Kampagne und seine Beziehungen zu anderen demokratischen Führungsfiguren auswirken wird.

Die Vorwahl für den Senat von Michigan findet am 4. August statt, und El‑Sayed liegt derzeit in den Umfragen vorne. Das Rennen ist jedoch weiterhin eng umkämpft, und die Unterstützung durch AAPAC könnte ein entscheidender Faktor für das Ergebnis sein. Im weiteren Verlauf der Kampagne wird es wichtig sein zu beobachten, wie El‑Sayed die komplexen Fragen rund um Israel und die arabisch‑amerikanische Gemeinschaft navigiert und wie seine Beziehungen zu extremistischen Personen seine Chancen auf den Vorwahlsieg beeinflussen.

Im Kontext der Michigan‑Senatsvorwahl ist die Unterstützung durch AAPAC ein bedeutendes Ereignis. Die Vorwahl ist ein zentraler Schritt bei der Auswahl des demokratischen Kandidaten für den Senat von Michigan. Der Sieger der Vorwahl wird im November gegen den republikanischen Kandidaten im allgemeinen Wahlgang antreten. Der Senat von Michigan ist ein wichtiges Organ der Landesregierung, das Gesetze verabschiedet und den Staatshaushalt genehmigt.

Die arabisch‑amerikanische Gemeinschaft in Dearborn stellt ein bedeutendes Wählersegment in der Michigan‑Senatsvorwahl dar. Die Gemeinschaft ist aktiv in den Wahlkampf eingebunden, viele Wähler besuchen Kundgebungen und Bürgerversammlungen, um die Kandidaten zu hören. El‑Sayed's Annahme der AAPAC‑Unterstützung wird von vielen Wählern dieser Gemeinschaft wahrscheinlich positiv bewertet, da sie als Zeichen seines Engagements für deren Anliegen und Interessen gesehen wird.

Gleichzeitig kann die Unterstützung auch negative Folgen für El‑Sayed's Kampagne haben. Einige Wähler könnten wegen Siblani's früherer Äußerungen und Handlungen Bedenken haben und El‑Sayed's Annahme der Unterstützung als Hinweis darauf werten, dass er zu eng mit extremistischen Personen verknüpft ist. Zudem könnte die Unterstützung von einigen demokratischen Führungspersonen als Belastung angesehen werden, die befürchten, dass sie die Beziehungen der Partei zu jüdischen Wählern und anderen Schlüsselgruppen beeinträchtigt.

Im weiteren politischen Kontext ist die Unterstützung durch AAPAC ebenfalls bedeutsam. Die Demokratische Partei ringt seit Jahren mit Fragen zu Israel und der arabisch‑amerikanischen Gemeinschaft. Einige Demokraten kritisieren Israels Vorgehen im Nahen Osten, andere stehen stärker hinter Israel. Die AAPAC‑Unterstützung könnte als Hinweis darauf gewertet werden, dass El‑Sayed dem kritischeren Flügel der Partei zuzuordnen ist, was Auswirkungen auf seine Beziehungen zu anderen demokratischen Führungsfiguren und Wählern haben könnte.

Für amerikanische Leser ist die AAPAC‑Unterstützung ebenfalls bedeutsam, weil sie die komplexen Fragen rund um Israel und die arabisch‑amerikanische Gemeinschaft verdeutlicht. Die USA haben eine lange Geschichte der Unterstützung Israels, doch es gibt auch viele Amerikaner, die Israels Handeln kritisieren und die palästinensische Sache unterstützen. Die AAPAC‑Unterstützung kann als Zeichen dafür gesehen werden, dass El‑Sayed sensibel für diese Bedenken ist, könnte aber zugleich von manchen Wählern, die Israel stärker unterstützen, als Belastung wahrgenommen werden.

Für kanadische Leser ist die AAPAC‑Unterstützung weniger direkt relevant, hebt jedoch ebenfalls die komplexen Fragen zu Israel und der arabisch‑amerikanischen Gemeinschaft hervor. Kanada verfügt über eine bedeutende arabisch‑amerikanische Gemeinschaft, und viele Kanadier interessieren sich für die Themen rund um Israel und den Nahen Osten. Die AAPAC‑Unterstützung kann als Hinweis darauf gesehen werden, dass El‑Sayed den Anliegen dieser Gemeinschaft verpflichtet ist, könnte aber von manchen Wählern, die Israel stärker unterstützen, als Belastung empfunden werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Unterstützung durch AAPAC ein bedeutendes Ereignis in der Michigan‑Senatsvorwahl ist. Während sie von einigen Wählern positiv aufgenommen werden könnte, birgt sie auch das Risiko negativer Konsequenzen für El‑Sayed's Kampagne. Im weiteren Verlauf der Wahl wird es entscheidend sein, zu beobachten, wie El‑Sayed die vielschichtigen Fragen zu Israel und der arabisch‑amerikanischen Gemeinschaft meistert und wie seine Verbindungen zu extremistischen Personen seine Chancen auf den Vorwahlsieg beeinflussen.